Die zweite Mannschaft der HSG Willstätt-Hanauerland hat am Freitagabend eine deutliche 29:40-Heimniederlage gegen die SG Ottersweier/Großweier hinnehmen müssen. Gegen die körperlich starke, eingespielte Herrenmannschaft der Gäste zeigte die junge HSG-Truppe immer wieder gute Ansätze, konnte aber über die volle Distanz nicht mithalten.
Guter Start, dann reißt der Faden
Zu Beginn sahen die Zuschauer in der Hanauerlandhalle ein ausgeglichenes Spiel. Die HSG fand gut in die Partie: Timon Fuchs, Santiago Meier und Tom-Linus Kahle sorgten dafür, dass die Gastgeber bis zur 10. Minute mehrfach knapp führten (6:5). Doch nach dem erneuten Ausgleich der Gäste kippte das Spiel.
Die SG Ottersweier/Großweier nutzte ihre körperliche Präsenz und Routine geschickt aus und kam immer wieder zu einfachen Toren. Die HSG verlor in dieser Phase mehrfach den Ball, die Gäste schalteten schnell um – und setzten sich über 7:10 auf 8:13 ab.
Trotzdem kämpfte sich die HSG bis zur Pause auf 16:20 heran und blieb zumindest offensiv im Spiel.
Zweite Hälfte: Routine schlägt Jugend
Nach dem Seitenwechsel blieb die HSG zwar bemüht und kam durch Nikola Rebus und Mikka Huber zu weiteren Treffern, doch defensiv wurde es zunehmend schwieriger. Die Gäste erhöhten weiter den Druck und spielten ihre Erfahrung konsequent aus. Spätestens beim 19:26 in der 37. Minute war der Rückstand so groß, dass die HSG das Spiel nicht mehr drehen konnte.
Die letzten 20 Minuten zeigten den Unterschied in Erfahrung und Körperlichkeit deutlich: Ottersweier/Großweier gewann nahezu alle entscheidenden Zweikämpfe und kam über Schrempp, Metzinger und Falk immer wieder zu freien Würfen. Die HSG hielt dagegen, fand aber keine stabilen Lösungen mehr in der Abwehr. Am Ende stand ein 29:40, das den Spielverlauf treffend widerspiegelt.
David Knezovic (Spieler & Co-Trainer)
Trotz einer Zerrung in der rechten Schulter, die ihn unter der Woche nicht trainieren ließ und eigentlich einen Einsatz unmöglich machte, stellte sich David Knezovic in den Dienst der Mannschaft und erzielte selbst drei Treffer.
Er fand klare Worte zum Spiel:
„Großweier ist einfach eine eingespielte, gestandene Herrenmannschaft. Sie waren auf allen Positionen besser und deutlich routinierter. Unsere sehr junge Mannschaft, die zum ersten Mal Landesliga-Luft schnuppert, kann da aktuell noch nicht mithalten. Mund abputzen, weitermachen und konzentriert arbeiten.“
Trainer Manuel Schaub
Trainer Manuel Schaub nahm seine Mannschaft trotz des deutlichen Ergebnisses in Schutz, hob aber gleichzeitig die große körperliche Herausforderung für seine jungen Spieler hervor:
„Die erste Halbzeit war gar nicht so schlecht. Da hat sich jeder wirklich an den Plan gehalten. Über die gesamte Spielzeit konnten wir körperlich aber nicht mithalten, um den Gegner im Abwehrverbund konsequent zu stellen. Die waren unseren jungen Spielern körperlich klar überlegen.“
Zur zweiten Halbzeit sagte er:
„In der zweiten Halbzeit kamen dann Undiszipliniertheiten und zu viele individuelle Fehler dazu. Wir haben uns nicht mehr an die besprochenen Abläufe gehalten und keine Eins-gegen-Eins-Duelle gewonnen, weil wir körperlich einfach nicht in der Lage waren, Überzahlsituationen zu schaffen. Ab der 40. Minute waren wir chancenlos und konnten keine Mittel mehr finden, das Spiel noch zu drehen.“
Fazit
Die HSG Willstätt-Hanauerland 2 zahlte in diesem Spiel viel Lehrgeld, zeigte aber vor allem im ersten Durchgang gute Ansätze. Gegen einen routinierten, körperlich überlegenen Gegner war diesmal nicht mehr drin. Nun gilt es, die gemachten Erfahrungen mitzunehmen, konzentriert weiterzuarbeiten und den nächsten Schritt im Entwicklungsprozess zu gehen.
HSG Willstätt/Hanauerland – SG Ottersweier/Großweier: 29:40 (16:20)
HSG Willstätt/Hanauerland:
Nikola Damir Rebus (7), Timon Fuchs (6), Mikka Huber (4), Tom-Linus Kahle (3), David Knezovic (3), Moritz Gutmann (2), Santiago Raphael Meier (2), Oscar Goerger (1), Lorenz Schmid (1), Marius Ell, Luka Karic, Luka Milenovic, Finn-Luca Reitter, Enrico Retz, Louis Welle Offizielle: Laurin Ehret, Manuel Schaub
SG Ottersweier/Großweier:
Matthias Schrempp (9), Magnus Falk (7), Adrian Metzinger (6), Henning Falk (5), Urlu Kamber (4), Til Ackermann (3), Benjamin Krumpolt (2), Leonardo Armbruster (1), Moritz Frank (1), Marius Huck (1), David Kreuz (1), Jonas Dempfle, Marcel Konjevic, Matej Mandic Offizielle: Georg Eggs, Robert Falk, Marco Falk
Schiedsrichter: Martin Jehle, Christian Härdle
Zeitnehmer: Anita Fuchs
Sekretär: Andrea Schrempp






