Die HSG Willstätt-Hanauerland steht vor einem echten Kraftakt: Im letzten Spiel vor der Weihnachtspause empfängt die Mannschaft von Trainer-Team Michael Bohn, Ole Andersen und Frank Klomfass am Samstag um 20 Uhr die HSG Ostfildern.
Während die Gastgeber als Tabellenvierter (18:10 Punkte) im oberen Bereich der Regionalliga Südwest rangieren, kommt Ostfildern als Achter (15:13 Punkte) in die Hanauerlandhalle – und bringt reichlich Offensivpower mit.
Nur drei Punkte trennen beide Teams, und selbst bis Platz 11 beträgt der Abstand gerade einmal vier Zähler. Diese Zahlen zeigen eindrucksvoll, wie eng und ausgeglichen die Liga in dieser Saison ist.
Personalsituation bleibt extrem angespannt
Wer für die HSG aufläuft, war noch bis Donnerstag völlig offen.
„Wir müssen nach dem Abschlusstraining am Freitag schauen, wer überhaupt spielen kann. Das wird ein Ritt auf der Rasierklinge“, beschreibt Michael Bohn die Situation.
Viele Spieler schleppen Blessuren mit sich herum, einige sind angeschlagen oder mussten zuletzt komplett passen. Kein Wunder, dass nach der deutlichen 32:42-Niederlage in Weinsberg am vergangenen Wochenende das Montagstraining sogar ausfallen musste – dem Coach standen lediglich vier gesunde Spieler zur Verfügung.
Ob Knie, Wade, Schulter oder Erkältung: Die Liste der Ausfälle ist lang. Erst am Dienstag kehrten mit den A-Jugendlichen sowie Mittelmann Joffrey Bonnemberger wieder ein paar Alternativen zurück. Dennoch bleibt unklar, wie der Kader am Samstag aussehen wird.
„Wir werden improvisieren müssen, aber ich bin optimistisch, dass wir eine konkurrenzfähige Mannschaft aufbieten können“, betont Bohn.
Ein Schlüsselspiel vor der Pause
Trotz aller personellen Sorgen ist die Bedeutung der Partie unbestritten.
„Wenn wir verlieren, rutschen wir ins Mittelfeld ab. Bei einem Sieg bleiben wir vorne dran und können nach der Pause, wenn wir vielleicht wieder komplett sind, um den Aufstieg mitspielen“, erklärt der 52-Jährige.
Entsprechend fordert er von seinem Team, noch einmal alle Kraftreserven zu mobilisieren.
Nach dem Duell gegen Ostfildern geht es für die HSG erst am 10. Januar weiter – dann steht der Rückrundenauftakt gegen den HC Neuenbürg an.
Ostfildern: Starke Offensive, klare Warnsignale
Auch wenn Ostfildern zuletzt zweimal ohne Punkte blieb (37:41 gegen Tabellenführer Albstadt, 33:36 in Steißlingen), sind die Stärken der Gäste unübersehbar.
„Sie sind eine starke Angriffsmannschaft, die fast immer über 30 Tore wirft und viel über Tempo kommt“, warnt Bohn.
Besonders im Blick hat der HSG-Trainer Torhüter Fabio Breuning, den gefährlichen Halblinken Janne Böhm sowie Mittelmann Florian Distel – das Herzstück des Ostfildener Angriffsspiels.
Fazit
Die HSG WillstättHanauerland geht auf dem Zahnfleisch in das letzte Spiel des Jahres – doch gerade jetzt steht ein richtungsweisendes Duell an. Mit vollem Einsatz, Teamgeist und hoffentlich ausreichend verfügbarem Personal will die Mannschaft die zwei Punkte im Hanauerland behalten und sich eine gute Ausgangsposition für 2026 sichern.






