Damen der HSG weiterhin Zuhause ungeschlagen

Die Damen der HSG Willstätt-Hanauerland haben am Samstagabend in der Kehler KT-Arena einen verdienten 29:23-Heimsieg gegen die HSG Freiburg 3 eingefahren. In heimischer Halle zeigte das Team erneut trotz erheblicher personeller Einschränkungen eine starke, geschlossene Leistung über 60 Minuten.

Die Ausgangslage vor dem Spiel war alles andere als einfach. Eine Grippewelle hatte die HSG unter der Woche stark getroffen. Mehrere Spielerinnen und der Trainer waren krank oder angeschlagen. Nadine Baldner konnte nach einer kompletten Woche ohne Training nicht eingesetzt werden, ein Einsatz wäre zu riskant gewesen. Zudem kämpft Zoe Christeleit weiterhin mit ihrer Schulterverletzung und wird erst im neuen Jahr wieder ins Training einsteigen. Da die A-Jugend kurz zuvor selbst im Einsatz war, standen auch von dort keine Alternativen zur Verfügung.

Trotz dieser Umstände erwischten die Ortenauerinnen einen guten Start. Nach dem frühen 0:1 übernahm die HSG schnell die Kontrolle über das Spiel. Angeführt von Ellen Joner im Rückraum und einer sehr treffsicheren Anja Bechtold – insbesondere vom Siebenmeterpunkt – setzte sich die HSG früh ab. Über eine kompakte Abwehr und konsequent ausgespielte Angriffe wuchs der Vorsprung bis zur 14. Minute auf 8:2 an. Freiburg nahm früh eine Auszeit, konnte den Lauf der Gastgeberinnen jedoch nicht stoppen. Zur Halbzeitpause führte die HSG Willstätt-Hanauerland verdient mit 16:11.

Nach dem Seitenwechsel kam Freiburg aggressiver aus der Kabine und nutzte eine kurze Schwächephase der HSG. Während Willstätt-Hanauerland im Angriff einige Chancen liegen ließ, verkürzten die Gäste Tor um Tor. In der 40. Minute wurde es noch einmal spannend, als Freiburg beim Stand von 17:15 auf zwei Treffer herankam.

In dieser kritischen Phase zeigte die HSG jedoch große Moral. Ein Treffer von Caren Joner beendete den Freiburger Lauf, kurz darauf legte Ellen Joner nach. Mit neuem Schwung und viel Einsatz fand die Mannschaft zurück zur eigenen Linie. Die Abwehr stand nun wieder sicher, und im Angriff übernahm Anja Bechtold Verantwortung, sodass sich die Gastgeberinnen erneut absetzen konnten.

In der Schlussphase ließ die HSG nichts mehr anbrennen. Mit viel Ruhe, gegenseitiger Unterstützung und hoher Konzentration wurde der Vorsprung kontinuierlich ausgebaut. Spätestens mit dem Treffer von Caren Joner zum 29:22 knapp zwei Minuten vor Spielende war die Partie endgültig entschieden. Freiburg gelang lediglich noch Ergebniskosmetik.

Trainer Martin Valo zeigte sich nach dem Spiel sehr zufrieden:

„Aufgrund der Grippewelle, die auch uns erwischt hat, mussten wir leider sehr dezimiert antreten. Nichtsdestotrotz bin ich unheimlich stolz auf die Mädels. Sie haben Moral gezeigt und 60 Minuten gekämpft. Der Schlüssel war unsere kompakte Abwehr – das haben die Mädels überragend gemacht. Es war ein echtes Miteinander, Zusammenarbeit und Motivation pur.“

Mit dem 29:23-Heimsieg belohnt sich die HSG Willstätt-Hanauerland für eine kämpferische und geschlossene Mannschaftsleistung und beweist, dass sie auch unter schwierigen Voraussetzungen als Team bestehen kann.

HSG Willstätt-Hanauerland: Anja Bechtold (14), Ellen Joner (8), Caren Joner (5), Julia Erdle (1), Annabell Wilhelm (1), Jessica Bühler, Maria Güner, Emilia Port, Patricia Schwing, Nele Stahl
Offizielle: Nadine Baldner, Luisa Heidt, Martin Valo

HSG Freiburg: Alina Beatriz Haikala Gonzalez (5), Lea Schwersenz (5), Frederike Dörr (3), Maike Magdalena Lahr (3), Laura Keller (2), Yara Eitenbenz (1), Kristin Friebe (1), Juliana Huber (1), Mona Nixdorf (1), Laura Sattler (1), Nele Eitenbenz, Alisa Faigle
Offizielle: Benjamin Thoma

Schiedsrichter: Marcel Harter, Felix Huber
Zeitnehmer: Maren Britz
Sekretär: Nathalie Meißner-Stahl

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