Kämpferischer Jahresauftakt: HSG Willstätt-Hanauerland setzt Ausrufezeichen

HSG Willstätt/Hanauerland – HC Neuenbürg 35:30 (17:13)

Mit viel Kampfgeist, Leidenschaft und einer starken Offensivleistung ist die HSG Willstätt/Hanauerland erfolgreich in das neue Jahr 2026 gestartet. Zum Auftakt nach der Weihnachtspause feierten die Ortenauer in der Regionalliga einen verdienten 35:30-Heimsieg gegen den HC Neuenbürg und festigten damit ihre Position in der Spitzengruppe.

Die Mannschaft von Trainer Michael Bohn zeigte von Beginn an, dass sie trotz einiger personeller Ausfälle bereit war, Verantwortung zu übernehmen. Angeführt von einem überragenden Joffrey Bonnemberger, der nicht nur als Spielmacher glänzte, sondern auch acht Tore selbst erzielte, präsentierte sich die HSG spielfreudig und entschlossen. Besonders treffsicher zeigte sich Rechtsaußen Illia Hreblev mit elf Treffern. Für ein weiteres Ausrufezeichen sorgte Aron Zimmermann, der als Vertreter des erkrankten Lennart Cotic auf Halblinks in der ersten Halbzeit sechs blitzsaubere Tore erzielte und der Offensive früh Stabilität gab. In wichtigen Momenten war zudem Torhüter Maxime Duchene zur Stelle.

Guter Start, aber zu einfache Gegentore
Die Gastgeber präsentierten sich von Beginn an hochkonzentriert und mit viel Zug zum Tor. Aron Zimmermann setzte mit seinem ersten Abschluss früh ein Ausrufezeichen und brachte die HSG in Führung, was der jungen Rückraumkraft sichtbar Sicherheit gab. Über 10:7 (17.) und 12:7 (19.) setzte sich Willstätt erstmals deutlicher ab. In Überzahlsituationen erhöhten Dinko Dodig und Luka Karic sogar auf 12:7. Doch ein noch höherer Vorsprung blieb aus, da Neuenbürg nach Willstätter Treffern immer wieder zu schnellen und einfachen Toren kam. „Das ist unsere Achillesferse“, wusste Michael Bohn später einzuordnen. So ging es mit einer 17:13-Führung in die Pause.

Nervenstärke nach enger Phase
Nach dem Seitenwechsel hielt die HSG zunächst den Gegner auf Distanz, ehe die Gäste Mitte der zweiten Halbzeit noch einmal verkürzten. Nach dem 21:16 (36.) durch Illia Hreblev schrumpfte der Vorsprung bis auf 25:23 (47.). In dieser kritischen Phase übernahm erneut Joffrey Bonnemberger Verantwortung. Gemeinsam mit Lorenz Schmid und Illia Hreblev stellte er mit wichtigen Treffern wieder auf eine komfortablere Führung.

Dabei zeigte die HSG auch spielerische Klasse: Nach einem sehenswerten Doppel-Kempa zwischen Dinko Dodig und Illia Hreblev erzielte der Rechtsaußen das 29:24 (51.). Spätestens als der junge Linkshänder Lorenz Schmid zum 31:25 (55.) traf, war die Vorentscheidung gefallen.

Geschlossene Mannschaftsleistung
Überschattet wurde der klare Heimsieg lediglich von der Roten Karte gegen Moritz Schade in der letzten Spielminute, der nach einem unglücklichen, unbeabsichtigten Treffer im Gesicht eines Gegenspielers vorzeitig vom Feld musste. Aber dadurch ließ sich die HSG den Sieg nicht mehr nehmen und brachte den Vorsprung souverän ins Ziel.

Trainer Michael Bohn zeigte sich zufrieden: „Wir haben viel Herz gezeigt. In unserer jetzigen Konstellation haben wir es gut gemacht.“

Neben Lennart Cotic fehlten auch Ilja Kosmirak (Lehrgang mit der estnischen Nationalmannschaft), Tristan Meder (Leisten-OP) sowie Ajdin Alkic, der nach überstandener Grippe nur kurz eingesetzt werden konnte. Positiv bewertete der Trainer zudem die Entwicklung in der Defensive: Trotz 30 Gegentoren sei mehr Stabilität erkennbar gewesen – nicht zuletzt dank der Rückkehr der Innenblocker Moritz Schade und Luka Karic nach ihren Schulterverletzungen.

Mit nun 22:10 Punkten rückte die HSG Willstätt/Hanauerland auf Rang drei der Regionalliga vor und tankte Selbstvertrauen für das kommende schwere Auswärtsspiel bei der SG Heddesheim. Der gelungene Jahresauftakt zeigt: Diese Mannschaft ist bereit, auch in der zweiten Saisonhälfte weiter oben anzugreifen.

HSG Willstätt-Hanauerland: Illia Hreblev (11), Joffrey Bonnemberger (8), Aron Zimmermann (6), Dinko Dodig (3), Lorenz Schmid (3), Moritz Schade (2), Mikka Huber (1), Luka Karic (1), Ajdin Alkic, Maxime Duchene, Lucas Limouzin, Fabian Reith, Gunther Zölle
Offizielle: Ole Andersen, Frederik Beker, Michael Bohn, Frank Klomfaß, Alexander Pfeiffer

HC Neuenbürg 2000: Vincent Virzi (8), Mattes Meyer (5), Tim Faeser (4), Jonas Beyer (3), Dominik Brath (3), Luca Merz (3), Johannes Köster (2), Nicolaus Klein (1), Nils Pollmer (1), Tobias Krems, Yannick Müller, Konstantin Regelmann, Diego Mauricio Ruberg
Offizielle: Vedran Dozic, Florian Eitel, Tim Essig, Tim Fitterer

Schiedsrichter: Alexander Kraft, Steffen Reick
Zeitnehmer: Elke Minder
Sekretär: Paul Büchert

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