Abschlussschwäche kostet Punkte in Heddesheim

Eine bittere Niederlage musste die HSG Willstätt-Hanauerland am Samstagabend in der Handball-Regionalliga hinnehmen. Bei der SG Heddesheim unterlagen die Hanauerländer mit 23:29 (14:14). Trainer Michael Bohn brachte es nach der Partie auf den Punkt: „Wir haben zu viel verworfen. Unsere Abschlussschwäche hat unser Spiel gekillt.“

Dabei hätte der Spieltag aus HSG-Sicht eigentlich große Chancen geboten. Spitzenreiter Albstadt hatte bereits am Freitag beim HC Neuenbürg verloren, doch statt den Rückstand in der Tabelle auf einen Punkt zu verkürzen, rutschte die HSG von Rang drei auf vier ab (22:12 Punkte). Heddesheim (21:13) schloss als Sechster bis auf einen Zähler auf.

„Das waren wieder einmal verrückte Ergebnisse am Wochenende“, kommentierte Bohn den 17. Spieltag. Auch der bisherige Tabellenzweite TSV Weinsberg kassierte mit dem 23:38 in Baden-Baden eine deutliche Niederlage. „Die Liga ist brutal ausgeglichen. Den Zehnten Ostfildern trennen nur sechs Minuspunkte vom Tabellenführer.“

Guter Start trotz Ausfällen

Ohne Toptorjäger Lennart Cotic erwischte die HSG in Heddesheim einen guten Start. Nach Treffern von Lucas Limouzin und Dinko Dodig führte Willstätt bereits in der 9. Minute mit 6:3. Zwar glichen die Gastgeber wenig später zum 6:6 aus, doch auch danach blieb die HSG spielbestimmend und setzte sich bis zur 21. Minute wieder auf 11:8 ab.

„Wir haben gut verteidigt, auch die Situationen Sieben-gegen-Sechs. Maxime Duchene hat gut gehalten und Lucas Limouzin war im rechten Rückraum stark“, lobte Bohn die Anfangsphase. Nach einigen Wechseln kam jedoch ein Bruch ins Spiel der Gäste. Trotz einer 14:14-Pausenführung für Heddesheim war die Partie offen, allerdings hatte die HSG bereits in Hälfte eins zu viele freie Chancen gegen den starken SG-Keeper Cedric Ehret ausgelassen.

Zehn Minuten ohne Tor

Auch nach dem Seitenwechsel blieb das Spiel zunächst ausgeglichen. Erst in der 39. Minute gingen die Gastgeber beim 18:17 erstmals seit dem 1:0 wieder in Führung. Nach dem 18:18 durch Aron Zimmermann folgte aus HSG-Sicht jedoch die spielentscheidende Phase.

Zehn Minuten lang gelang den Gästen kein einziger Treffer. „Ein wahres Fehlwurf-Festival“, so Bohn. Besonders bitter: Rechtsaußen Illia Hreblev erwischte mit einer Quote von 1:8 einen „rabenschwarzen Tag“, zudem scheiterte Joffrey Bonnemberger mit einem Siebenmeter. Heddesheim nutzte die Schwächephase konsequent und zog vorentscheidend auf 23:18 (47.) davon.

Zwar beendete Zimmermann mit dem 23:19 die Torflaute, doch die SG ließ nichts mehr anbrennen und baute ihren Vorsprung über 27:19 weiter aus. Am Ende stand ein verdienter 29:23-Heimsieg für Heddesheim, während die HSG Willstätt-Hanauerland die verpasste Chance auf einen großen Schritt Richtung Tabellenspitze noch lange beschäftigen dürfte.

SG Heddesheim: Felix Kirschner (8), Philipp Ulrich (5), Philipp Badent (4), Gianluca Pauli (4), Louis Maurer (2), Simon Reisig (2), Hannes Weindl (2), Rouven Hoffmann (1), Marlon Lierz (1), Leon Dennhardt, Cedric Ehret, Niko Kettner, Marc Kolander, Maximilian Krause, Björn Van Marwick, Niclas Winkler
Offizielle: Marco Dubois, Nils Meiser, Frank Schmitt

HSG Willstätt-Hanauerland: Lucas Limouzin (9), Joffrey Bonnemberger (3), Dinko Dodig (3), Moritz Schade (3), Ajdin Alkic (2), Aron Zimmermann (2), Illia Hreblev (1), Maxime Duchene, Luka Karic, Ilja Kosmirak, Fabian Reith, Finn-Luca Reitter, Lorenz Schmid
Offizielle: Frederik Beker, Michael Bohn, Frank Klomfaß, Ole Andersen

Schiedsrichter: Henrik Rösch, Dennis Tontsch
Zeitnehmer: Matthias Bauer
Sekretär: Elke Minder

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