Die Damen der HSG Willstätt-Hanauerland haben ihr Derby gegen den TuS Altenheim am Samstagnachmittag mit 28:24 gewonnen und dabei vor allem in der ersten Halbzeit eine beeindruckende Leistung gezeigt. Von Beginn an präsentierten sich die Gastgeberinnen hellwach, spielfreudig und defensiv äußerst stabil – eine Dominanz, die früh die Richtung vorgab.
Nach einer kurzen Anfangsphase ohne Torerfolg fand die HSG schnell zu ihrem Spiel. Angeführt von Regisseurin Anja Bechtholt, einer treffsicheren Ellen Joner und einer konsequenten Chancenverwertung setzte sich Willstätt früh ab. Die Abwehr arbeitete kompakt, dahinter zeigte Torhüterin Maria Güner eine herausragende Leistung und brachte Altenheim mit zahlreichen Paraden früh zur Verzweiflung. Bis zur Pause erspielte sich die HSG eine deutliche 13:7-Führung.
Auch nach dem Seitenwechsel knüpften die Gastgeberinnen zunächst nahtlos an die starke Vorstellung an. Mit viel Tempo und Übersicht im Angriff wuchs der Vorsprung weiter an – beim Stand von 20:8 schien die Partie bereits entschieden. HSG-Trainer Martin Valo zeigte sich beeindruckt vom Auftritt seines Teams:
„Bei 20:8 dachte ich: Was ist denn da los? Wie sind die heute drauf? Maria Güner hält alles im Tor, was zu halten ist. Vorne lief es zeitweise wie am Schnürchen.“
Doch Altenheim gab sich nicht auf und stellte im weiteren Verlauf konsequent auf eine offene Manndeckung um – und das fast über die gesamte zweite Halbzeit hinweg. Diese taktische Umstellung bereitete der HSG zunehmend Probleme.
„Das trainierst du ja nicht oft, da es meist nur temporär zum Einsatz kommt. Altenheim hat das aber fast die komplette zweite Halbzeit durchgezogen – mit Erfolg“, ordnete Valo die Phase nach dem Spiel ein.
Die Gäste nutzten Ballgewinne und Unkonzentriertheiten, verkürzten den Rückstand Schritt für Schritt und sorgten in der Schlussphase noch einmal für Spannung. Willstätt bewahrte jedoch die Ruhe, übernahm in den entscheidenden Momenten Verantwortung und ließ sich den Sieg nicht mehr nehmen.
Am Ende stand ein verdienter 28:24-Erfolg für die HSG Willstätt-Hanauerland, der vor allem auf einer überragenden ersten Halbzeit, einer starken Torhüterleistung und großer mannschaftlicher Geschlossenheit beruhte. Trotz der Schwierigkeiten gegen die offene Deckung überwog die Zufriedenheit beim Trainer – und das völlig zu Recht.
HSG Willstätt-Hanauerland: Anja Bechtold (8), Ellen Joner (6), Julia Erdle (5), Caren Joner (4), Nadine Baldner (2), Zoe Christeleit (2), Jessica Bühler (1), Maria Güner, Aleyna-Sukeyna Merakli, Katharina Schubert, Patricia Schwing, Nele Stahl, Annabell Wilhelm
Offizielle: Martin Valo
TuS Altenheim: Kerstin Boos (8), Magdalena Oertel (5), Jana Häß (3), Katrin Nautascher (3), Jana Hörnig (2), Emelie Sterner (2), Enja Diebold (1), Julia Anselm, Anouk Begerow, Finja Diebold, Lena Fahner, Shiona Heini, Anja Mannßhardt, Katja Mannßhardt, Katja Valha
Offizielle: Judith Förster, Lukas Schade, Theresa Teufel
Schiedsrichter: Fabian Dietz, Raphael Kusch
Zeitnehmer: Maren Britz
Sekretär: Kersten Meder






