Die B-Jugend der HSG Willstätt-Hanauerland musste sich am vergangenen Spieltag bei Saase3 Leutershausen Handball trotz einer leidenschaftlichen Leistung und großer Moral mit 26:33 geschlagen geben. Beim Tabellennachbarn zeigte die Mannschaft von Trainer Dominik Minder über weite Strecken, welches Potenzial in ihr steckt, wurde am Ende jedoch für ihren enormen Aufwand nicht belohnt.
Von der ersten Minute an entwickelte sich eine intensive und temporeiche Partie, in der beide Teams auf Augenhöhe agierten. Die HSG präsentierte sich mutig, spielfreudig und gut eingestellt. Till Ziegler eröffnete den Torreigen, wenig später traf Arved Zimmermann, sodass die Gäste früh ihre Ambitionen unterstrichen. In dieser Phase zeigte sich die HSG ballsicher und entschlossen im Abschluss.
Nach rund zehn Minuten gelang es den Gastgebern jedoch, sich mit einem kurzen Lauf etwas abzusetzen. Mehrere sauber herausgespielte Chancen blieben auf Seiten der HSG ungenutzt, wodurch Leutershausen den Vorsprung weiter ausbauen konnte. Erst eine Auszeit brachte wieder mehr Ruhe ins Spiel der Willstätter. Angeführt von einem treffsicheren Quirin Bernhart, der insgesamt sechs Tore erzielte, kämpfte sich die HSG zurück in die Partie. Auch Lukas Rein und Tom Giese übernahmen Verantwortung und hielten den Rückstand zur Pause beim Stand von 10:15 in Grenzen.
Nach dem Seitenwechsel zeigte die HSG ihr wahres Gesicht. Mit unbändigem Willen, hohem Tempo und großem Zusammenhalt arbeitete sich das Team Tor um Tor heran. Till Ziegler und Lukas Rein setzten immer wieder wichtige Nadelstiche, während Vincent Ziegler und Jaroslaw Sergejew mit viel Einsatz für Entlastung sorgten. In der Abwehr wurde leidenschaftlich gearbeitet, und trotz insgesamt zwölf Minuten Unterzahl ließ sich die Mannschaft nicht beirren.
In der 44. Minute war es dann soweit: Beim Stand von 27:25 war der Rückstand auf lediglich zwei Treffer geschmolzen. Die Hoffnung auf eine Wende war förmlich greifbar, die HSG hatte das Momentum auf ihrer Seite. Doch in dieser entscheidenden Phase fehlte das letzte Quäntchen Glück. Einige unglückliche Aktionen ließen das Spiel wieder zugunsten der Gastgeber kippen, die ihre Chancen konsequent nutzten.
Auch wenn das Schiedsrichtergespann ähnliche Situationen nicht immer einheitlich bewertete, war dies letztlich nicht ausschlaggebend für den Ausgang der Partie. Vielmehr fehlte der HSG in den entscheidenden Momenten die letzte Konsequenz im Abschluss.
Trotz der Enttäuschung über das Ergebnis bleibt festzuhalten: Die HSG Willstätt-Hanauerland hat eine starke Leistung gezeigt. Kampfgeist, Zusammenhalt und Moral bis zur letzten Minute machen Mut für die kommenden Aufgaben. Die Mannschaft weiß, was sie leisten kann – und woran sie weiter arbeiten muss.
Der Blick richtet sich nun nach vorne: In Heiningen wartet die nächste schwere Herausforderung. Auch wenn das Hinspiel deutlich verloren ging, wird die HSG erneut alles investieren, um sich für ihren Einsatz endlich zu belohnen.
Saase3 Leutershausen Handball: Niklas Funk (11), Luis Fein (5), Julian Schmitt (4), Julian Jörder (3), Tom Komarek (3), Simon Kroll (2), David Weis (2), Felix Barth (1), Nikita Goloborodko (1), Patrick Schumann (1), Ferdinand Bähr, Markus Mehler, Aaron Rauscher, Moritz Weber
HSG Willstätt-Hanauerland: Quirin Bernhart (6), Lukas Rein (5), Till Ziegler (5), Tom Giese (3), Jaroslaw Sergejew (2), Vincent Ziegler (2), Arved Zimmermann (2), Ben Elias Scheid (1), Felix Gehmlich, Paul Jäger, Lian Maier, Noah Milenovic, Niclas Rupp, David Fabien Sirjean
Offizielle: Dominik Minder
Schiedsrichter: Volodymyr Filonenko, André Heckele
Zeitnehmer: Marcus Schumann
Sekretär: Artur Rein






