Thomas Schuppan übernimmt A-Jugend der HSG Willstätt-Hanauerland

Mit Thomas Schuppan stellt die HSG Willstätt-Hanauerland zur Saison 2026/27 ihren neuen A-Jugend-Trainer vor. Zusammen mit Laurin Ehret, der als Co-Trainer und Schnittstelle zwischen A-Jugend und U23 fungiert, bildet er das neue Trainerteam. Der erfahrene Coach aus Ottersweier bringt langjährige Erfahrung aus dem Jugend- und Herrenbereich mit und setzt klare Schwerpunkte in der Spielerentwicklung. Seine ruhige und fokussierte Art zeichnet ihn als sehr beliebten und erfolgreichen Jugendtrainer aus.

Herr Schuppan, warum haben Sie sich für die Aufgabe bei der HSG Willstätt-Hanauerland entschieden?

Der Kontakt kam über den sportlichen Leiter Manuel Schaub zustande. In den Gesprächen haben wir schnell festgestellt, dass wir sportlich und inhaltlich sehr ähnliche Vorstellungen haben. Die HSG verfolgt einen klaren Weg in der Nachwuchsarbeit, und genau darin sehe ich meine Aufgabe.
Ich habe mir mehrere Spiele der A- und B-Jugend angeschaut. Die Spieler bringen viele Qualitäten mit und sind es gewohnt, auf einem hohen Trainingsniveau zu arbeiten. Zudem habe ich bei einzelnen Spielern klare Entwicklungspotenziale gesehen. Das ist für mich entscheidend, um eine solche Aufgabe zu übernehmen.

Sie blicken auf viele Stationen im Jugend- und Herrenbereich zurück. Was hat Sie besonders geprägt?

Alle Stationen haben mich geprägt – sowohl positive Erlebnisse als auch Rückschläge.
Zu den sportlich besonderen Erlebnissen zählen unter anderem die Jahre mit der Helmlinger B-Jugend in der BWOL. Vor 500 und mehr Zuschauern konnten wir uns dort gegen Mannschaften wie die Rhein-Neckar Löwen, Balingen, Göppingen, Bittenfeld und Leutershausen durchsetzen – sowohl zu Hause als auch auswärts.
Ebenso prägend waren Meisterschaften und Klassenerhalte im Herrenbereich sowie emotionale Spiele mit außergewöhnlichen Wendungen.
Genauso wichtig sind aber auch die kleineren Momente, etwa die Arbeit mit Kindern in der E-Jugend, wenn Spieler etwas Neues lernen. Und natürlich gehören auch Niederlagen und schwierige Phasen dazu – sie helfen, sich als Trainer weiterzuentwickeln.

Was steht für Sie in der A-Jugend im Vordergrund: Ergebnisse oder Entwicklung? 

Ganz klar die Spielerentwicklung. Jeder Spieler bringt unterschiedliche Voraussetzungen mit und kann sich weiter verbessern. Wenn man den Einzelnen voranbringt und eine funktionierende Mannschaft formt, stellen sich sportliche Erfolge meist von selbst ein.
Ab einem bestimmten Leistungsniveau gehören Ergebnisse aber dazu. Beides muss sich sinnvoll ergänzen.

Welche Schwerpunkte setzen Sie im Training? 

Eine gute athletische Basis ist für mich elementar. Viele Spieler würden vermutlich zuerst sagen: laufen, laufen, laufen. Das ist eine wichtige Grundlage, um sich individuell und als Mannschaft weiterzuentwickeln.

Wie wichtig ist die Verzahnung mit dem Herrenbereich? 

Sehr wichtig. Immer mehr A-Jugendliche sammeln bereits Erfahrungen im Seniorenbereich. Deshalb braucht es eine gemeinsame sportliche Linie zwischen Jugend- und Herrenmannschaften. Das erleichtert den Übergang enorm – man darf dabei aber nicht vergessen, dass es sich weiterhin um Jugendspieler handelt.

Mit welchen Zielen gehen Sie in die Saison 2026/27? 

Konkrete sportliche Ziele lassen sich erst nach der Qualifikation festlegen. Dann wird sich zeigen, ob es bereits für die Regionalliga reicht. Die Oberliga Baden-Württemberg sollte jedoch unser Anspruch sein.
Inhaltlich liegt der Fokus klar auf der weiteren Steigerung der Athletik sowie auf der individuellen Entwicklung jedes einzelnen Spielers.

Dafür setzen wir auf die Talente unserer Region. In einem Probetraining am 04.02.2026 um 18:30 Uhr in der Hanauerlandhalle Willstätt geben wir engagierten Jugendspielern die Möglichkeit, sich zu zeigen. 
Wir freuen uns auf die Jahrgänge 2008/2009 für die Qualifikation zur Regionalliga 2026 in der A-Jugend.

Anmeldungen bitte unter verwaltung@hsg-willstaett-hanauerland.de.

Was reizt Sie persönlich an der Arbeit mit A-Jugendlichen? 

Die Spieler sind sehr lernfähig, offen für Detailarbeit und man kann in dieser Altersklasse noch viel bewirken. Gleichzeitig bringen sie ein wachsendes Selbstbewusstsein mit, das manchmal auch geerdet werden muss. Genau diese Mischung macht für mich den Reiz der Arbeit aus.

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