Starker Beginn, dann schwerer Abend – HSG unterliegt beim Tabellenzweiten

Die HSG Willstätt-Hanauerland musste am Samstagabend beim Tabellenzweiten TSB Schwäbisch Gmünd eine deutliche 27:41-Niederlage hinnehmen. Nach der 27:38-Pleite in der Vorwoche beim TSV Heiningen war es das zweite schwere Auswärtsspiel in Folge. Vor der Partie lagen beide Teams in der Tabelle nur einen Punkt auseinander – Schwäbisch Gmünd auf Rang zwei, unsere HSG auf Platz sieben.

Die personellen Voraussetzungen waren dabei alles andere als optimal. Moritz Schade fehlte krankheitsbedingt, Mikka Huber konnte wegen Knieproblemen nicht mitwirken und Lennart Cotic laboriert weiterhin an seiner Verletzung. Zudem hatte Dinko Dodig krankheitsbedingt die komplette Trainingswoche verpasst, Ajdin Alkic konnte nach einem Pferdekuss aus dem letzten Spiel ebenfalls nicht trainieren.

Trotz dieser Umstände zeigte unsere HSG in der Anfangsphase ein starkes Gesicht. Von Beginn an entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, in dem unsere Mannschaft mutig auftrat und immer wieder Akzente setzte. Nach gut elf Minuten brachte Dinko Dodig unsere Farben mit dem Treffer zum 6:7 in Führung.

Doch dann kam der Bruch im Spiel. Nach vergebenen freien Würfen und mehreren strittigen Entscheidungen gegen unsere HSG geriet Schwäbisch Gmünd ins Rollen. Die Gastgeber setzten sich mit einem 8:0 Lauf ab und erhöhten bis zur 19. Minute auf 14:7. Bis zur Pause wuchs der Rückstand weiter auf 20:11 an.

„Wir hatten gut begonnen und geführt, dann wurden 2–3 zweifelhafte Entscheidungen gegen uns gepfiffen und wir haben – wie schon letzte Woche – einige freie Würfe liegen lassen. Dann ist Schwäbisch Gmünd davongezogen“, fasste HSG-Trainer Michael Bohn die entscheidende Phase zusammen.

Auch nach dem Seitenwechsel fand unsere HSG keinen Zugriff in der Abwehr. Schwäbisch Gmünd baute den Vorsprung weiter aus, über 25:15 (38. Minute) und 30:19 (45. Minute) war die Partie früh entschieden. Ein weiterer Rückschlag folgte in der 41. Minute, als Ilja Kosmirak nach einem unabsichtlichen Gesichtstreffer mit der Roten Karte vom Feld musste.

Trotz der deutlichen Niederlage zeigte unsere HSG Moral. Illia Hreblev übernahm Verantwortung und verwandelte alle sieben Strafwürfe sicher. A-Jugendspieler Aron Zimmermann warf sich mit viel Herz in die Partie, ging konsequent dorthin, wo es weh tat, und war mit sieben Treffern einer der auffälligsten Akteure.

„Aron ist dahin gegangen, wo es weh tut, und hat ein ordentliches Spiel gemacht. Schade, dass so ein Talent gehen muss“, betonte Bohn.

Viel Zeit zum Durchatmen bleibt nicht. Bereits am Samstag, 21.02.2026 um 20 Uhr bestreitet unsere HSG ihr drittes Auswärtsspiel in Folge beim TV Plochingen – dort will das Team wieder an die starke Anfangsphase anknüpfen und sich belohnen.

TSB Schwäbisch Gmünd: Tom Abt (9), Arian Pleißner (8), Yannik Leichs (6), Andreas Maier (6), Wolfgang Bächle (3), Stefan Scholz (3), Jonas Waldenmaier (3), Kai Schäffner (2), Daniel Mühleisen (1), Florian Abele, Tobias Klemm, Stephan Mühleisen, Patrick Watzl
Offizielle: Simon Fröhlich, Aaron Fröhlich, Can Oktay, Nina Waldenmaier

HSG Willstätt-Hanauerland: Illia Hreblev (9/7), Aron Zimmermann (7), Dinko Dodig (3), Ilja Kosmirak (2), Lucas Limouzin (2), Fabian Reith (2), Joffrey Bonnemberger (1), Luka Karic (1), Ajdin Alkic, Maxime Duchene, Moritz Gutmann, Yasin Harbi, Nikola Damir Rebus, Lorenz Schmid, Gunther Zölle
Offizielle: Frederik Beker, ichael Bohn, Ole Andersen, Frank Klomfaß

Schiedsrichter: Roland Hofmann, Daniel Sohns
Zeitnehmer: Anita Abt
Sekretär: Elke Minder

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