HSG U23 zeigt Moral trotz Mini-Kader in Neuenbürg

Mit erneut stark dezimiertem Kader musste die U23 Mannschaft der HSG Willstätt-Hanauerland am Samstagabend beim HC Neuenbürg 2 antreten. Lediglich acht Feldspieler standen zur Verfügung – sowie auch Trainer Manuel Schaub, der nach langer Zeit wieder selbst das Trikot überstreifen musste. Trotz großem Kampf und viel Einsatz musste sich die HSG am Ende mit 32:39 geschlagen geben.

Der Start in die Partie verlief aus Sicht der HSG denkbar ungünstig. Die Gastgeber legten einen Blitzstart hin und setzten sich früh deutlich ab. Bereits nach 29 Sekunden fiel das 1:0 für Neuenbürg, ehe die HSG überhaupt richtig im Spiel angekommen war. Über 2:0 (2. Minute), 4:0 (3.) und 7:0 (5.) bauten die Hausherren ihre Führung kontinuierlich aus. Nach dem Treffer zum 8:0 in der 7. Minute sah sich die HSG früh zur ersten Auszeit gezwungen.

„Wir haben es wie in so vielen Spielen wieder nicht geschafft, von Anfang an ins Spiel zu finden und lagen direkt mit 8:0 zurück. Erst dann waren wir da und haben gezeigt, was wir können“, erklärte Trainer Manuel Schaub nach dem Spiel.

Erst in der 9. Minute gelang der HSG der erste Treffer, als Lorenz Schmid zum 8:1 traf. Kurz darauf legte Tom-Linus Kahle zum 8:2 nach. Von diesem Moment an war die HSG deutlich besser im Spiel und kämpfte sich Tor um Tor heran. Timon Fuchs verkürzte in der 12. Minute auf 10:4, ehe Yasin Harbi mit zwei Treffern in Folge in der 13. und 15. Minute auf 10:6 stellte.

Die HSG hielt nun besser dagegen und ließ den Abstand nicht weiter anwachsen. Besonders Lorenz Schmid übernahm im Angriff viel Verantwortung und traf immer wieder aus dem Rückraum. Als Tom-Linus Kahle in der 28. Minute zum 18:14 einnetzte, war die HSG wieder auf vier Tore dran. Doch kurz vor der Pause stellte Neuenbürg mit zwei Treffern den Halbzeitstand von 20:14 her.

Nach dem Seitenwechsel blieb die Aufgabe schwierig. Die HSG musste erneut mit mehreren A-Jugendspielern antreten, die sich gegen die körperlich robusten Gastgeber behaupten mussten. Neuenbürg nutzte seine Erfahrung und baute den Vorsprung zwischenzeitlich weiter aus.

Besonders bitter wurde es Mitte der zweiten Halbzeit für die ohnehin dünn besetzte HSG. Tom-Linus Kahle, der bis dahin ein starkes Spiel machte, stürzte unglücklich und schlug mit dem Kinn auf dem Hallenboden auf. Mit einem offenen Kinn und drei ausgeschlagenen Zähnen musste er das Spielfeld verlassen.

Damit wurde die Situation auf der Bank endgültig angespannt. Trainer Manuel Schaub entschied sich kurzerhand, selbst aufs Feld zu gehen und seiner Mannschaft zu helfen, während Co-Trainer Laurin Ehret fortan die Verantwortung an der Seitenlinie übernahm.

Trotz der schwierigen Umstände zeigte die HSG weiterhin Moral. In der Schlussphase verkürzten Nikola Rebus per Siebenmeter (48.) und Lorenz Schmid (49.) nochmals auf 31:26. Auch danach kämpfte die HSG weiter und blieb bis in die Schlussminuten hinein dran. In der 58. Minute traf Lorenz Schmid zum 37:31, ehe Nikola Rebus kurz vor Schluss noch das 38:32 erzielte.

Den Schlusspunkt setzte allerdings Neuenbürg mit dem Treffer zum 39:32.

Trotz der Niederlage zeigte die HSG Willstätt-Hanauerland II großen Einsatz und Moral. Mit einem Mini-Kader, Unterstützung aus der A-Jugend und sogar dem Trainer auf dem Feld hielt die Mannschaft lange dagegen und verkaufte sich trotz widriger Umstände teuer. Besonders Lorenz Schmid mit 13 Treffern, Timon Fuchs mit fünf und Nikola Rebus mit fünf Toren prägten das Offensivspiel der HSG.

HC Neuenbürg 2000: Yannick Müller (9), Yannik Wowro (6), Jonas Geckle (4), Janick Nölle (4), Diego Mauricio Ruberg (4), Juan Pablo Ruberg (4), Aaron Breitenstein (3), Johannes Eberle (2), Philipp Knüpfer (1), Joshua Wesierski (1), Lasse Wörtz (1), Tim Essig, Oliver Fesser, Philipp Fries, Joel Gegenheimer, Benjamin Schönthaler
Offizielle: René Alles, Sven Apelt, Matthias Cullmann

HSG Willstätt-Hanauerland: Lorenz Schmid (13), Timon Fuchs (5), Nikola Damir Rebus (5), Yasin Harbi (4), Tom-Linus Kahle (4), Sven Bechtold (1), Moritz Gutmann, Enrico Retz, Manuel Schaub, Louis Welle
Offizielle: Laurin Ehret, [Name nicht verfügbar]

Schiedsrichter: Benedikt Merkel, Lukas Schumacher
Zeitnehmer: Paul Büchert
Sekretär: Fuchs Kilian

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