Heimsieg nach Handball-Krimi – HSG schlägt Steißlingen 41:38

Was für ein Abend in der Hanauerlandhalle! In einem torreichen, intensiven und bis zur letzten Minute umkämpften Regionalligaspiel setzte sich die HSG Willstätt-Hanauerland am Ende mit 41:38 (21:21) gegen den TuS Steißlingen durch. Die 600 Zuschauer sahen ein echtes Offensivspektakel – und eine HSG, die vor allem in der entscheidenden Phase Moral, Leidenschaft und Nervenstärke bewies.

Traumstart – aber Steißlingen bleibt dran

Die HSG legte los wie die Feuerwehr. Gerade einmal 51 Sekunden waren gespielt, als Dinko Dodig das erste Tor des Abends erzielte und die Halle erstmals jubeln ließ. Kurz darauf nutzte die HSG eine frühe Überzahl eiskalt: Ajdin Alkic erhöhte auf 2:0 und 3:0.
Die Hausherren hatten das Spiel zunächst im Griff, doch Steißlingen kämpfte sich zurück. Beim 7:7 nach knapp zehn Minuten war wieder alles offen. Von da an entwickelte sich ein offener Schlagabtausch – mit Tempo, vielen Toren und zwei Mannschaften, die sich nichts schenkten.

Hreblev übernimmt Verantwortung

Immer wieder war es Illia Hreblev, der der HSG wichtige Impulse gab. Der Rechtsaussen zeigte sich einmal mehr eiskalt vor dem Tor und traf unter anderem zum 11:11 (13:29) sowie mehrfach vom Siebenmeterpunkt.
Doch auch Steißlingen blieb gefährlich und konnte zwischenzeitlich sogar mit 11:13 (15:55) in Führung gehen. Die HSG ließ sich davon jedoch nicht aus der Ruhe bringen. Mit viel Einsatz und der Unterstützung der lautstarken Fans kämpften sich die Gastgeber zurück.
Kurz vor der Pause war es erneut Illia Hreblev, der mit zwei Treffern in Folge das Spiel wieder ausglich – 21:21 zur Halbzeit.

HSG kommt stark aus der Kabine

Nach dem Seitenwechsel zeigte die HSG eine starke Phase. Lucas Limouzin brachte sein Team in der 30:54 Minute wieder in Führung (22:21). Nur wenig später erhöhte Dinko Dodig auf 23:21, bevor Limouzin gleich noch einmal nachlegte und auf 24:21 (32:17) stellte.
Jetzt lief der Ball im Angriff gut durch die Reihen der HSG. Moritz Schade traf zum 26:22, Limouzin erhöhte wenig später sogar auf 27:22 – die Hanauerlandhalle stand Kopf.
Doch wer dachte, das Spiel sei entschieden, wurde eines Besseren belehrt. Steißlingen kämpfte sich Tor um Tor heran, und nach gut 43 Minuten stand es plötzlich wieder 31:31. Der Krimi war perfekt.

Kampf, Emotionen – und ein überragender Zölle

Jetzt begann die Phase, in der Charakter gefragt war – und die HSG lieferte.
Dinko Dodig, der über die gesamte Spielzeit in der Abwehr unermüdlich arbeitete und jeden Zweikampf annahm, übernahm auch vorne Verantwortung und traf zweimal in Folge zur erneuten Führung.
Während vorne weiter Tore fielen, wurde hinten Gunther Zölle immer stärker. Der HSG-Keeper parierte in der entscheidenden Phase mehrere wichtige Würfe der Gäste und hielt seine Mannschaft damit auf Kurs.

In der Crunch Time war auf ihn absolut Verlass.
Mit Treffern von Moritz Schade, Ilja Kosmirak und später Joffrey Bonnemberger behauptete die HSG ihre Führung – auch als Steißlingen noch einmal alles nach vorne warf.

Hreblev setzt den Schlusspunkt

Als die Gäste kurz vor Schluss noch einmal auf zwei Tore herankamen, blieb die HSG ruhig. Joffrey Bonnemberger stellte in der 58. Minute auf 40:37, ehe Illia Hreblev mit seinem 11. Treffer des Abends in der 59:39 Minute den Deckel draufmachte – 41:38, Heimsieg!

Teamleistung bringt die Punkte

Am Ende war es eine echte Mannschaftsleistung, die der HSG den Sieg brachte.

  • Illia Hreblev zeigte sich mit 11 Treffern bei 13 Würfen extrem treffsicher.
  • Dinko Dodig ackerte bis zur letzten Minute wie eine Maschine in der Abwehr und setzte auch offensiv wichtige Akzente.
  • Und Gunther Zölle wurde mit seinen Paraden in der Schlussphase zu einem der entscheidenden Garanten für den Heimsieg.

Mit Leidenschaft, Kampfgeist und der Unterstützung der Fans sicherte sich die HSG Willstätt-Hanauerland damit zwei wichtige Punkte in der Regionalliga.

Ein Abend, der einmal mehr gezeigt hat: In der Hanauerlandhalle wird bis zur letzten Sekunde gekämpft.

HSG Willstätt-Hanauerland: Illia Hreblev (11), Dinko Dodig (6), Lucas Limouzin (6), Ajdin Alkic (5), Moritz Schade (5), Joffrey Bonnemberger (3), Lennart Cotic (2), Ilja Kosmirak (2), Tristan Meder (1), Maxime Duchene, Luka Karic, Fabian Reith, Gunther Zölle
Offizielle: Michael Bohn, Ole Andersen, Frederik Beker, Frank Klomfaß, Alexander Pfeiffer

TuS Steißlingen: Florian Riegler (8), Samuel Wendel (8), Jannik Hohlweg (5), Lennart Sieck (5), Marius Dreher (4), Robin Schmidt (3), Daniel Weber (3), Niklas Ruß (1), Leon Sieck (1), Philipp Klotz, Erik Seeger, Noah Stolpa, Cedric Wiedmann, Luca Wilke
Offizielle: Niklas Bartels, Jürgen Herr, Christian Oexle

Schiedsrichter: Roland Hofmann, Daniel Sohns
Zeitnehmer: Elke Minder
Sekretär: Erich Heimburger

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