Die Damen der HSG Willstätt-Hanauerland haben ihre Heimserie eindrucksvoll verteidigt. Gegen die SG Waldkirch/Denzlingen setzte sich das Team von Trainer Martin Valo nach einer starken zweiten Halbzeit mit 25:22 (10:12) durch – und revanchierte sich damit für die deutliche Hinspielniederlage.
Dabei erwischte die HSG zwar den besseren Start: Bereits nach gut einer Minute traf Ellen Joner zum 1:0. Doch die Gäste zeigten direkt ihre Qualität und drehten die Partie schnell. Nach knapp neun Minuten lag Willstätt bereits mit 2:6 zurück, begünstigt durch mehrere frühe Zeitstrafen und sichere Siebenmeter der SG.
Starker Kampf zurück ins Spiel
Die HSG ließ sich davon jedoch nicht beeindrucken. Über eine verbesserte Abwehr und mehr Struktur im Angriff kämpfte sich das Team zurück. Zwei Treffer von Jessica Bühler und ein Tor von Caren Joner zum 6:7 brachten die HSG wieder heran.
In der 17. Minute gelang durch Anja Bechtold per Siebenmeter der Anschluss zum 7:8, ehe Jessica Bühler kurz darauf den vielumjubelten Ausgleich zum 8:8 erzielte. Die Partie blieb nun ausgeglichen, doch kurz vor der Pause nutzten die Gäste eine Überzahlphase konsequent aus und setzten sich wieder ab. Zoe Christeleit verkürzte mit ihrem Treffer zum 10:12, mit dem es auch in die Halbzeit ging.
Überragende zweite Halbzeit bringt die Wende
Nach der Pause zeigte die HSG ein völlig anderes Gesicht. Zwar erhöhte Waldkirch zunächst auf 10:13, doch dann übernahm Willstätt zunehmend die Kontrolle. Angeführt von einer starken Caren Joner (insgesamt 6 Treffer) kämpfte sich die HSG Tor um Tor heran.
Zwischen der 32. und 40. Minute kippte das Spiel endgültig: Über die Stationen 12:14, 13:14 und 15:15 erarbeitete sich die HSG den Ausgleich, ehe Jessica Bühler mit dem 16:15 erstmals wieder die Führung herstellte. Spätestens jetzt war die Hanauerlandhalle voll da.
Ellen Joner erhöhte wenig später auf 17:15, doch die Gäste blieben hartnäckig und glichen erneut zum 17:17 aus.
Entscheidende Phase gehört der HSG
In der Schlussviertelstunde zeigte die HSG dann genau die Qualitäten, die Trainer Martin Valo im Vorfeld gefordert hatte: Geduld im Angriff und Konsequenz im Abschluss. Über Emilia Port (46:07) und Zoe Christeleit (46:44) setzte sich Willstätt auf 19:17 ab. Nach einer Auszeit legte Anja Bechtold mit dem 20:17 nach, ehe Caren Joner sogar auf 21:17 erhöhte.
Auch als die SG nochmals verkürzte, behielt die HSG die Nerven. Besonders in der Schlussphase übernahm Anja Bechtold Verantwortung: Mit zwei wichtigen Treffern zum 23:19 und 24:20 sorgte sie für die Vorentscheidung.
Den Schlusspunkt setzte Caren Joner mit dem 25:21, ehe die Gäste nur noch Ergebniskosmetik betreiben konnten.
Trainerstimme und Blick nach vorne
HSG-Trainer Martin Valo zeigte sich nach dem Spiel erleichtert:
„Wir haben in der ersten Hälfte zu viele Fehler gemacht und den Gegner in sein Spiel kommen lassen. Nach der Pause haben die Mädels das dann cleverer gemacht und so gespielt, wie wir uns auch vorbereitet haben. Das war dann der Schlüssel zum Sieg.“
Am Ende steht ein verdienter 25:22-Erfolg, bei dem vor allem die geschlossene Mannschaftsleistung und die starke zweite Halbzeit überzeugten.
Mit diesem Sieg bleibt die HSG Willstätt-Hanauerland zuhause weiterhin ungeschlagen und rückt in der Tabelle auf den vierten Platz vor.
Bereits am kommenden Sonntag wartet die nächste Herausforderung: Um 15:00 Uhr gastiert die HSG beim direkten Tabellennachbarn, dem Drittplatzierten SF Eintracht Freiburg. Dort will das Team an die starke Leistung anknüpfen und den nächsten wichtigen Schritt machen.
HSG Willstätt-Hanauerland: Anja Bechtold (6), Caren Joner (6), Jessica Bühler (4), Ellen Joner (4), Zoe Christeleit (3), Emilia Port (1), Patricia Schwing (1), Nadine Baldner, Maren Britz, Maria Güner, Aleyna-Sukeyna Merakli, Amelie Piechatzek, Nele Stahl, Annabell Wilhelm
Offizielle: Martin Valo
SG Waldkirch/Denzlingen: Alona Chernyshova (6), Svenja Schmidt (4), Nele Nopper (3), Jana Raupp (3), Caterina Goeppel (2), Lisa Kolbe (2), Christiane Nübling (1), Julia Weigel (1), Anna Bertram, Annika Busch, Marie-Flora Bühler, Lisa Heger, Judy Hommel
Offizielle: Fabian Strübin
Schiedsrichter: Martin Jehle, Manuel Kirchner
Zeitnehmer: Luisa Heidt
Sekretär: Klaus Unmüßig






