Die Damen der HSG Willstätt-Hanauerland musste sich im Auswärtsspiel bei der SF Eintracht Freiburg mit 20:26 (10:14) geschlagen geben. Trotz eines starken Starts und großem Kampfgeist gelang es dem Team von Trainer Martin Valo nicht, die Partie über 60 Minuten auf Augenhöhe zu gestalten.
Traumstart der HSG
Die HSG erwischte einen Auftakt nach Maß. Zwar ging Freiburg früh in Führung, doch die Antwort ließ nicht lange auf sich warten: Anja Bechtold glich zum 1:1 aus (2.), bevor Ellen Joner und erneut Anja Bechtold die HSG auf 3:1 (6.) stellten. Spätestens nach dem Treffer von Ellen Joner zum 4:1 war klar: Die HSG ist voll da.
Auch beim 5:3 durch Anja Bechtold per Siebenmeter (10.) hatte die HSG alles im Griff – die Abwehr stand stabil, im Angriff wurden die Chancen konsequent genutzt.
Bruch nach guter Anfangsphase
Doch dann kippte das Spiel. Nach einer Zeitstrafe gegen Ellen Joner (12.) verlor die HSG etwas den Rhythmus. Freiburg nutzte diese Phase eiskalt aus und drehte innerhalb weniger Minuten die Partie. Vom 5:4 (14.) ging es über 5:6 (15.) bis hin zum 5:8 (18.).
Trotz einer Auszeit von Trainer Martin Valo (18.) gelang es zunächst nicht, den Lauf der Gastgeberinnen zu stoppen. Freiburg setzte sich weiter ab – 11:6 (24.) und schließlich 14:10 zur Pause.
Freiburg zieht davon – HSG zeigt Moral
Nach der Halbzeit versuchte die HSG, zurück ins Spiel zu finden. Ellen Joner verkürzte direkt auf 11:14 (31.), doch Freiburg antwortete postwendend und baute die Führung wieder aus. Spätestens beim 17:11 (34.) wurde es schwer.
Dennoch gab sich die HSG nie auf. Ellen Joner (38.) und Caren Joner (40.) verkürzten auf 13:18 – ein kleiner Hoffnungsschimmer. Auch als Caren Joner in der 45. Minute auf 16:20 stellte, war die Mannschaft noch in Schlagdistanz.
Entscheidung in der Schlussphase
Doch immer wieder waren es Freiburger Treffer – häufig per Siebenmeter durch die sichere Julia Loesche – die jede Aufholjagd im Keim erstickten. Zwischen der 46. und 50. Minute zog Freiburg entscheidend auf 24:17 davon.
Trotzdem kämpfte die HSG weiter. Jessica Bühler (55.), Ellen Joner (56.) und Zoe Christeleit (58.) sorgten für die letzten Treffer der Gäste. Am Ende stand ein 20:26 auf der Anzeigetafel – ein Ergebnis, das den Aufwand der HSG nicht ganz widerspiegelt.
Trainerstimme
Trainer Martin Valo sah trotz der Niederlage auch positive Ansätze:
„Wir sind gut ins Spiel gekommen und haben gezeigt, was in uns steckt. Aber wir haben uns dann zu viele einfache Fehler erlaubt und Freiburg ins Spiel zurückgebracht. Trotzdem hat man gesehen, dass die Mannschaft bereit ist und sich weiterentwickelt. Der Kampf und die Leidenschaft waren da – daran wollen wir anknüpfen.“
SF Eintr. Freiburg: Julia Loesche (8), Alina Neff (4), Joanne Rodesch (4), Maxine Stürzer (4), Leonie Husar (2), Marie Morbach (2), Pia Schroff (2), Jana Gaber, Carolin Heidegger, Nina Leyerle, Lena Riester, Julia Schek, Johanna Setz, Pauline Stumpf, Pia Weber
Offizielle: Yannick Richter
HSG Willstätt-Hanauerland: Ellen Joner (7), Anja Bechtold (6), Jessica Bühler (3), Caren Joner (3), Zoe Christeleit (1), Nadine Baldner, Maren Britz, Maria Güner, Emilia Port, Patricia Schwing, Nele Stahl, Annabell Wilhelm
Offizielle: Martin Valo
Schiedsrichter: Viacheslav Esterkin, Mathias Hämmerle
Zeitnehmer: Tom Denzinger
Sekretär: Luisa Heidt






