Die HSG Willstätt-Hanauerland musste am Samstag in der Handball-Regionalliga eine bittere Heimniederlage hinnehmen. In der Hanauerlandhalle unterlagen wir dem TSV Weinsberg vor rund 300 Zuschauern denkbar unglücklich mit 31:32 (14:14) – das entscheidende Gegentor fiel in letzter Sekunde.
Mit der zweiten Heimniederlage in Folge müssen wir uns damit aller Voraussicht nach aus dem Rennen um die Aufstiegsplätze zur 3. Liga verabschieden. Drei Spieltage vor Saisonende belegen wir aktuell Rang sieben und haben drei Punkte Rückstand auf die Spitzengruppe.
„Realistisch betrachtet war es das mit dem Aufstieg – auch wenn rechnerisch noch etwas möglich ist“, ordnete Trainer Michael Bohn die Situation nach dem Spiel ein.
Führung aus der Hand gegeben
Über weite Strecken der Partie zeigten wir eine engagierte Leistung und erspielten uns mehrfach Vorteile. Zehn Minuten vor Schluss lagen wir mit 26:23 in Führung und hatten in Überzahl sogar die Chance, weiter davonzuziehen. In dieser Phase fehlte jedoch die letzte Konsequenz, um das Spiel vorzeitig zu entscheiden.
Stattdessen kippte die Partie in der Schlussphase: Aus einer 29:28-Führung wurde binnen kurzer Zeit ein 29:30-Rückstand. Zwar gelang uns durch Moritz Schade noch einmal der Ausgleich zum 30:30 und kurz vor Schluss setzte Ilja Kosmirak mit einem sehenswerten Kempa-Tor zum 31:31 ein Highlight, doch der letzte Angriff gehörte den Gästen – und wurde eiskalt genutzt.
„Wir machen zu viele Fehler und verlieren phasenweise unsere Linie“, analysierte Lennart Cotic nach der Partie.
Auch Moritz Schade ergänzte: „Der Kampf hat gestimmt, aber am Ende verteidigen wir den letzten Angriff nicht konsequent genug. Uns fehlt aktuell der Killerinstinkt.“
Starker Beginn, schwierige Umstände
Bereits in der ersten Halbzeit gingen wir mit 9:6 in Führung, mussten jedoch mit einem 14:14 in die Pause. Auch nach dem Seitenwechsel knüpften wir daran an und lagen erneut vorne (17:14, 19:16).
Dabei hatte das Team auch Rückschläge zu verkraften: Neuzugang Roy James, der in seinem ersten Einsatz direkt Stabilität in die Defensive brachte, sah früh die Rote Karte. Zudem mussten wir auf Luka Karic krankheitsbedingt verzichten, während Dinko Dodig nach längerer Trainingspause dennoch eine starke Leistung zeigte.
„Die Mannschaft hat vieles gut gemacht und auch die Rote Karte ordentlich kompensiert. In der Schlussphase haben uns dann aber die Kräfte gefehlt“, so Michael Bohn.
Blick nach vorne
Trotz der Enttäuschung gilt es nun, den Fokus auf die verbleibenden Spiele zu richten. Bereits am kommenden Sonntag steht das Auswärtsspiel bei der HSG Ostfildern an, ehe wir eine Woche später zum letzten Heimspiel der Saison den TVS Baden-Baden in der Hanauerlandhalle empfangen. Den Abschluss bildet das Auswärtsspiel beim TSV Blaustein.
Wir werden alles daransetzen, die Saison mit maximalem Einsatz und positiven Ergebnissen zu beenden.
HSG Willstätt-Hanauerland: Illia Hreblev (8), Lennart Cotic (6), Dinko Dodig (6), Joffrey Bonnemberger (5), Moritz Schade (4), Ilja Kosmirak (1), Fabian Reith (1), Ajdin Alkic, Maxime Duchene, Mikka Huber, Roy James, Lucas Limouzin, Tristan Meder, Aron Zimmermann, Gunther Zölle
Offizielle: Michael Bohn, Frederik Beker, Frank Klomfaß
TSV 1866 Weinsberg: Jan Pröllochs (13), Samuel Schmid (4), Nils Eilers (3), Maximilian Zeisler (3), Jonas May (2), Mathis Paulsen (2), Miko Schimoneck (2), Din Kandic (1), Dean Köhler (1), Tim Titzmann (1), Phillip Brodmann, Nicolas Ehrlich, Nicolas Koch, Stefan Koppmeier, Marc Krammer, Manuel Weber
Offizielle: Michael Kaluza, Stefan Martin, Oliver Rieth
Schiedsrichter: Dirk Olbert, Tim Seils
Zeitnehmer: Elke Minder
Sekretär: Stefan Stenger





