Mit stark eingeschränkten personellen Möglichkeiten hat sich die U23 der HSG Willstätt-Hanauerland bei der SG KIT/MTV Karlsruhe teuer verkauft, musste sich am Ende jedoch mit 32:38 (16:18) geschlagen geben.
Die Ausgangslage war bereits vor Anpfiff alles andere als einfach: Gerade einmal sechs Feldspieler und drei Torhüter standen Trainer Manuel Schaub zur Verfügung. Co-Trainer und Kapitän David Knezovic übernahm daher die Verantwortung an der Seitenlinie, während Schaub selbst sowie Torhüter Finn-Luca Reitter auf dem Feld aushelfen mussten. Wechselmöglichkeiten? Fehlanzeige.
Trotz dieser besonderen Umstände erwischte die HSG einen guten Start. Bereits nach 58 Sekunden brachte Nikola Rebus die Gäste mit 0:1 in Führung (1.). Auch in der Folge blieb die Partie zunächst ausgeglichen – Reitter traf in der 3. Minute sogar selbst zum 1:2. Bis zum 6:6 durch Yasin Harbi (13.) hielt die HSG stark dagegen.
Dann jedoch nutzten die Karlsruher eine erste Schwächephase und setzten sich innerhalb weniger Minuten auf 6:3 (9.) und später 10:8 (18.) ab. Doch die HSG zeigte Moral: Angeführt von einem überragenden Nikola Rebus, der insgesamt 13 Treffer erzielte, kämpften sich die Gäste immer wieder heran. Beim 13:11 durch Aron Zimmermann (24.) und 16:14 durch Harbi (27.) blieb man in Schlagdistanz. Mit einem 18:16-Rückstand ging es schließlich in die Pause.
Auch nach dem Seitenwechsel stemmte sich die HSG gegen die Niederlage. Zwar erhöhte Karlsruhe zunächst auf 20:16 (33.), doch die Ortenauer ließen sich nicht abschütteln. Besonders in der Schlussphase bewies das Team großen Kampfgeist: Nach dem 25:20 (38.) verkürzten Rebus und Co. Schritt für Schritt – beim 27:25 durch Jan Satin (46.) und 29:28 durch Aron Zimmermann (49.) war man wieder ganz nah dran.
Doch der hohe Aufwand forderte seinen Tribut. Ohne Wechselmöglichkeiten musste die HSG dem Tempo zunehmend Tribut zollen. Karlsruhe nutzte dies konsequent aus und setzte sich über 32:28 (53.) und 35:30 (55.) vorentscheidend ab.
Dennoch gab sich die HSG nie auf: In Überzahl nach doppelter Zeitstrafe gegen Karlsruhe traf Rebus per Siebenmeter zum 36:31 (58.), Zimmermann verkürzte kurz darauf auf 36:32 (59.). Mehr war an diesem Abend jedoch nicht drin, ehe Karlsruhe den 38:32-Endstand herstellte.
Trainer Manuel Schaub zog nach der Partie ein klares Fazit: „Dafür haben wir noch echt gut abgeschnitten. Mehr war nicht zu machen. Wir mussten alle 60 Minuten durchspielen und hatten lediglich einen Torwart auf der Bank.“
Unter den gegebenen Umständen zeigte die U23 eine beeindruckende kämpferische Leistung und hielt die Partie lange offen – ein Auftritt, auf dem sich trotz Niederlage aufbauen lässt.
SG KIT/MTV Karlsruhe: Nico Giesen (8), Steffen Leins (5), Adrian Kriewitz (4), Joshua Münch (4), Stefan Poslowsky (4), Clemens Zucker (4), Nicolas Altrieth (3), Tom Weinhardt (3), Elias Braun (2), Marcel Schmidt (1), Marc Enderes, Nicolas Niegsch, Maximilian Schick
Offizielle: Adrian Constantinescu
HSG Willstätt-Hanauerland: Nikola Damir Rebus (13), Yasin Harbi (6), Aron Zimmermann (6), Jan Satin (4), Enrico Retz (2), Finn-Luca Reitter (1), Julijan Mali, Manuel Schaub, Louis Welle
Offizielle: David Knezovic
Schiedsrichter: Nico Dongus, Tineyi Kadema
Zeitnehmer: Veronika Stangier
Sekretär: Fuchs Kilian





