Die HSG Willstätt-Hanauerland muss die nächste bittere Niederlage hinnehmen. Bei der HSG Ostfildern unterlag das Team von Trainer Michael Bohn am Sonntagabend mit 36:43 (18:19) und kassierte damit die dritte Niederlage in Folge.
Dabei begann die Partie alles andere als optimal: Ostfildern erwischte den besseren Start und lag nach nicht einmal zwei Minuten bereits mit 3:0 in Führung (2.). Doch die HSG zeigte Moral. Über Tore von Dinko Dodig und Ajdin Alkic kämpften sich die Hanauerländer schnell zurück ins Spiel. In der 7. Minute drehte Illia Hreblev die Partie sogar zur 6:5-Führung, wenig später baute Ilja Kosmirak auf 7:5 aus.
In einer intensiven ersten Halbzeit entwickelte sich ein offener Schlagabtausch. Immer wieder fand die HSG Lösungen im Angriff – insbesondere Kosmirak übernahm Verantwortung und traf mehrfach. Beim 13:13 (17.) und 18:18 (28.) blieb die Partie völlig ausgeglichen. Erst kurz vor der Pause setzte sich Ostfildern leicht ab und ging mit einer knappen 19:18-Führung in die Kabine.
„Die erste Halbzeit war ganz okay, wir gehen mit minus eins in die Pause“, analysierte Trainer Michael Bohn nach dem Spiel treffend.
Nach dem Seitenwechsel kippte das Spiel jedoch zunehmend. Zwar gelang Kosmirak direkt nach Wiederanpfiff der Ausgleich zum 19:19 (31.), doch anschließend übernahmen die Gastgeber das Kommando. Innerhalb weniger Minuten zog Ostfildern auf 22:19 davon (34.). Die HSG hielt zunächst noch dagegen – beim 23:21 (36.) durch Kosmirak war man weiterhin in Schlagdistanz.
Doch dann folgte die entscheidende Phase der Partie. Zwischen der 37. und 40. Minute setzte sich Ostfildern vorentscheidend ab: Treffer von van der Mei und ein Doppelschlag von Neuzugang Luis Foege sorgten für das 27:21 (40.).
„Bis zur 40. Minute ging es noch, dann sind wir auseinandergebrochen“, so Bohn.
Was folgte, war ein deutlicher Bruch im Spiel der Hanauerländer. Ostfildern nutzte die Schwächen konsequent aus und baute den Vorsprung weiter aus – über 32:24 (47.) und 35:28 (51.) war die Partie früh entschieden. Zwar kämpfte sich die HSG zwischenzeitlich noch einmal etwas heran (33:28, 50.), doch echte Spannung kam nicht mehr auf.
In der Schlussphase fehlte es der HSG zunehmend an Klarheit und Durchschlagskraft. „Man hat der Mannschaft angemerkt, dass die Mentalität und der letzte Wille gefehlt haben. Hastige Abschlüsse, ungenaue Würfe und technische Fehler waren am Ende ausschlaggebend“, fand Bohn deutliche Worte.
Am Ende stand eine klare 36:43-Niederlage, bei der Ilja Kosmirak mit acht Treffern noch zu den Aktivposten zählte.
Viel Zeit zum Durchatmen bleibt jedoch nicht: Bereits am kommenden Freitag um 20:30 Uhr wartet mit dem Baden-Derby gegen den TVS Baden-Baden in der Hanauerlandhalle das nächste Highlight. Nach drei Niederlagen in Folge wird dies zur echten Mammutaufgabe – insbesondere mental. Trainer Michael Bohn ist nun gefordert, seine Mannschaft wieder aufzurichten, um im Derby die passende Antwort zu geben.
HSG Ostfildern: Luis Plymford Foege (7), Janne Böhm (6), Ben Tiago van der Mei (6), Jon Gehrung (5), Lukas Aichele (4), Linus Zemmel (4), Sebastian Arnold (3), Tim Bauer (3), Florian Distel (2), Max Böhm (1), Dominik Keim (1), Lenny Piskureck (1), Fabio Breuning, Lukas Lehmkühler
Offizielle: Marco Gaßmann, Isabel Scheibler, Marc Schwöbel, Andreas Wortmann
HSG Willstätt-Hanauerland: Ilja Kosmirak (8), Lennart Cotic (4), Illia Hreblev (4), Lucas Limouzin (4), Ajdin Alkic (3), Joffrey Bonnemberger (3), Dinko Dodig (3), Luka Karic (3), Moritz Schade (3), Roy James (1), Maxime Duchene, Fabian Reith, Gunther Zölle
Offizielle: Frederik Beker, Frank Klomfaß, Michael Bohn
Schiedsrichter: Sebastian Bürkle, Manuel Traa
Zeitnehmer: Jens Böhm
Sekretär: Elke Minder





