Auch im zweiten Vorbereitungsspiel auf die Regionalliga-Saison 2026/27 hat die HSG Willstätt-Hanauerland eine starke Leistung gezeigt. Beim Drittligisten HLZ Friesenheim/Hochdorf, der Bundesliga-Reserve der Eulen Ludwigshafen, musste sich die Mannschaft von Trainer Ole Andersen am Samstagnachmittag lediglich knapp mit 36:38 (18:21) geschlagen geben.
Nach dem erfolgreichen Auftakt unter der Woche in Kenzingen wartete mit dem Drittligisten der nächste echte Härtetest. Dabei tat sich die HSG in der Anfangsphase zunächst schwer, ins eigene Spiel zu finden. Vor allem in den ersten 15 Minuten fehlte noch die nötige Struktur im Angriff.
„Wir hatten Probleme, in den ersten 15 Minuten unser Spielkonzept zu finden. Wenn wir ohne Konzept einen Angriff starten, machen wir technische Fehler oder nehmen überhastete Abschlüsse – und dann ist der Ball weg“, analysierte HSG-Trainer Ole Andersen nach der Partie.
Mit zunehmender Spieldauer fand die HSG jedoch immer besser in die Begegnung und bot dem klassenhöheren Gegner über weite Strecken Paroli. Immer wieder erspielte sich das Team gute Torchancen, scheiterte jedoch mehrfach am überragend aufgelegten Torhüter des HLZ Friesenheim/Hochdorf. Trotz des 18:21-Halbzeitrückstands blieb die HSG auch nach der Pause dran und hielt das Spiel bis in die Schlussphase offen. Am Ende stand eine denkbar knappe 36:38-Niederlage, mit der Andersen dennoch sehr zufrieden war.
„Nach den ersten 15 Minuten haben wir unser Spiel deutlich besser umgesetzt. Gegen einen so starken Gegner war das insgesamt wieder ein guter Auftritt“, resümierte der HSG-Coach.
Personell musste die HSG erneut auf einige Spieler verzichten. Illia Kosmirak war zwar mit nach Ludwigshafen gereist, konnte aufgrund seiner Schulterverletzung aber weiterhin nicht eingesetzt werden. Roy James und Lucas Limouzin fehlten verhindert.
Spielerisch wusste die HSG dennoch in vielen Phasen zu überzeugen. Tristan Meder führte geschickt Regie im Angriff und setzte seine Mitspieler immer wieder gekonnt in Szene. Lennart Cotic überzeugte mit seinem Auge für den Kreisläufer und bediente Moritz Schade mehrfach mustergültig, der daraus acht Treffer erzielte. Ebenfalls erneut stark präsentierte sich Illia Hreblev. Der gelernte Rechtsaußen kam wieder auf der rechten Rückraumposition zum Einsatz und überzeugte mit viel Spielwitz, kreativen Lösungen und cleveren Aktionen.
Für die HSG trafen Moritz Schade und Lennart Cotic mit jeweils acht Toren am häufigsten. Außerdem waren Luka Karic (4), Tristan Meder (4), Illia Hreblev (4), Ajdin Alkic (4), Dinko Dodig (2) und Eliot Regenery (2) erfolgreich.
Im Tor kamen Maxime Duchéne und Gunter Zölle zum Einsatz.
Auch wenn am Ende eine knappe Niederlage zu Buche stand, zeigte die HSG beim ambitionierten Drittligisten erneut eine vielversprechende Leistung. Die intensive Vorbereitung trägt bereits erste Früchte und liefert dem Trainerteam wertvolle Erkenntnisse für die weitere Arbeit auf dem Weg zum Saisonstart der Regionalliga 2026/27.







