Zum Saisonauftakt wartet gleich eine anspruchsvolle Aufgabe auf die HSG Willstätt-Hanauerland. Die Regionalliga-Handballer gastieren am Samstagabend um 20 Uhr beim TV Neuhausen/Erms und wollen mit einer konzentrierten Abwehrleistung die ersten Punkte der neuen Saison einfahren.
15 Testspiele liegen hinter der HSG Willstätt-Hanauerland, nun wird es ernst. Nach einer intensiven Vorbereitung startet die Mannschaft von Trainer Ole Andersen am Samstagabend in die neue Regionalliga-Saison. Zum Auftakt geht es in der Neuhausener Hofbühlhalle gegen den TV Neuhausen/Erms, der in der vergangenen Saison nur knapp dem Abstieg entging.
„Alle sind heiß, dass es wieder losgeht“, beschreibt HSG-Trainer Ole Andersen die Stimmung innerhalb seiner Mannschaft. Mit rund 80 Prozent der Vorbereitung ist der 69-jährige Däne zufrieden. „Die 20 Prozent müssen wir noch im Angriff zulegen“, sieht Andersen vor allem in der Offensive noch Entwicklungspotenzial.
HSG setzt auf eine stabile Defensive
Besonders schmerzhaft ist dabei der Ausfall von Illia Hreblev. Der Rechtsaußen, der in der vergangenen Saison mit 216 Treffern zweitbester Torschütze der gesamten Liga war, zog sich zu Beginn der Vorbereitung einen Teilabriss des hinteren Kreuzbandes im linken Knie zu und wird voraussichtlich erst im neuen Jahr wieder zur Verfügung stehen. Sein erst 18-jähriger Ersatzmann Lorenz Schmid steht damit vor einer großen Aufgabe.
Umso mehr setzt die HSG zum Saisonstart auf ihre Defensive. „Die Abwehr wird uns helfen, Spiele zu gewinnen“, ist Andersen überzeugt. Die 6:0-Formation mit Moritz Schade, Roy James, Luka Karic und Dinko Dodig im Mittelblock präsentierte sich in der Vorbereitung bereits äußerst stabil.
Voraussetzung dafür ist allerdings eine hohe Disziplin im eigenen Angriff. Nach Ballverlusten und Fehlwürfen muss die HSG schnell zurücklaufen, damit der Gegner nicht zu einfachen Toren kommt. „Wir dürfen nicht so viele technische Fehler machen“, nennt Luka Karic eine der entscheidenden Vorgaben für einen erfolgreichen Saisonstart.
Gefährliche Rückraumschützen beim TV Neuhausen
Dass dies besonders wichtig wird, zeigt ein Blick auf den ersten Gegner. Der TV Neuhausen/Erms verfügt mit Patrik Letzgus und Felix Stahl über zwei äußerst gefährliche Rückraumschützen. Der 2,07 Meter große Letzgus agiert auf Halblinks, während der 1,98 Meter große Linkshänder Stahl auf Halbrechts für Torgefahr sorgt.
Wie gefährlich das Duo ist, musste die HSG bereits in der vergangenen Saison erfahren. Beim knappen 37:36-Auswärtserfolg der Willstätter erzielten Letzgus und Stahl jeweils zehn Treffer. Auch Kreisläufer Matthias Götz profitiert immer wieder von den Zuspielen der beiden Rückraumspieler.
Das erste Aufeinandertreffen der vergangenen Saison konnte die HSG dagegen deutlich mit 33:27 für sich entscheiden. An diese Leistung möchte die Mannschaft nun anknüpfen.
Neuhausen wird dabei mit neuem Selbstvertrauen in die Partie gehen. Trainer Toni Lutter führte die Ermstäler in der vergangenen Saison mit einer starken Rückrunde noch aus der Abstiegszone. Entsprechend dürfte die HSG auf einen hochmotivierten Gastgeber treffen.
Schmiden und Meißenheim starten erfolgreich
Auch die beiden kommenden HSG-Gegner sind bereits erfolgreich in die neue Regionalliga-Saison gestartet. Aufsteiger TSV Schmiden feierte am Freitagabend in eigener Halle einen knappen 26:25-Erfolg gegen den TSV Weinsberg und sicherte sich damit bei seiner Regionalliga-Premiere gleich die ersten beiden Punkte.
Auch der HTV Meißenheim erwischte einen gelungenen Start. Der Ortenauer Aufsteiger setzte sich am Samstag in eigener Halle mit 43:38 gegen den TuS Steißlingen durch und feierte damit ebenfalls seinen ersten Saisonsieg. Beide Ergebnisse zeigen, dass die Aufsteiger keineswegs unterschätzt werden dürfen.
Für die HSG steht zunächst jedoch die Auswärtsaufgabe in Neuhausen im Mittelpunkt. Die Zielsetzung für die ersten drei Saisonspiele formuliert Ole Andersen bewusst realistisch: „Wenn wir aus den ersten drei Spielen vier Punkte holen, haben wir einen guten Start hingelegt.“ Nach dem Auftakt in Neuhausen empfängt die HSG am kommenden Wochenende den TSV Schmiden, ehe anschließend das Ortenau-Derby beim HTV Meißenheim auf dem Programm steht.
„Alle sind fit“
Die HSG geht damit mit einer klaren Marschroute in die ersten Wochen der neuen Saison. Eine stabile Defensive, schnelles Umschaltverhalten und möglichst wenige technische Fehler sollen die Grundlage für einen erfolgreichen Start bilden.
Die Voraussetzungen stimmen: „Alle sind fit“, berichtet Andersen. Nun gilt es, die gute Vorbereitung auch im ersten Pflichtspiel auf die Platte zu bringen. Mit einer kompakten Abwehr und der nötigen Konsequenz im Angriff will die HSG Willstätt-Hanauerland am Samstagabend in Neuhausen die ersten beiden Punkte der neuen Regionalliga-Saison einfahren.







