25:32 in Neuhausen – HSG zeigt Moral nach schlechtem Start und kämpft sich mehrfach zurück
Der Saisonauftakt ist für die HSG Willstätt-Hanauerland ohne Punkte geblieben. Beim TV Neuhausen/Erms musste sich unsere Mannschaft am Samstagabend in der Hofbühlhalle mit 25:32 (13:14) geschlagen geben. Dabei zeigte die HSG vor allem nach einem völlig missglückten Start viel Moral und kämpfte sich mehrfach zurück in die Partie. Am Ende setzte sich der Gastgeber jedoch in der Schlussphase entscheidend ab.
Die personellen Voraussetzungen waren zum Saisonauftakt allerdings alles andere als optimal. Illia Hreblev musste aufgrund eines Teilabrisses des hinteren Kreuzbandes passen und wird voraussichtlich in diesem Jahr nicht mehr zum Einsatz kommen können. Zudem fehlten mit Top-Scorer Lennart Cotic und Eliot Regenery zwei weitere wichtige Akteure, die privat verhindert waren.
Die HSG geht in dieser Saison bewusst einen anderen Weg: Statt auf zahlreiche externe Neuzugänge zu setzen, vertraut der Verein auf die eigene Jugend und möchte den Nachwuchsspielern die Chance geben, sich in der Regionalliga zu entwickeln und Verantwortung zu übernehmen.
In Neuhausen erwischte unsere Mannschaft allerdings einen denkbar schlechten Start. Nach gut sieben Minuten lag die HSG bereits mit 0:5 zurück. Zwei frühe Zeitstrafen gegen Moritz Schade und Ilja Kosmirak erschwerten die Anfangsphase zusätzlich. Doch die Mannschaft ließ sich davon nicht entmutigen und kämpfte sich Schritt für Schritt zurück.
Vor allem Dinko Dodig übernahm in dieser Phase Verantwortung. Gleich mehrfach traf der Routinier und leitete damit die Aufholjagd ein. Auch Ajdin Alkic sorgte mit seinen Treffern dafür, dass der Rückstand immer kleiner wurde. Aus dem 0:5 wurde innerhalb weniger Minuten ein 5:7 – plötzlich war die HSG wieder im Spiel.
HSG kämpft sich zurück
Bis zur Halbzeit entwickelte sich nun eine ausgeglichene Partie. Neuhausen legte immer wieder vor, doch unsere Mannschaft blieb dran. Kurz vor dem Seitenwechsel war der Lohn für die Aufholjagd da: Ilja Kosmirak verkürzte auf 13:14. Nach dem frühen 0:5 war damit zur Pause wieder alles offen.
Auch nach dem Seitenwechsel blieb die HSG zunächst auf Tuchfühlung. Moritz Schade und Ilja Kosmirak trafen, Dinko Dodig setzte seine starke Leistung fort. Beim 18:19 nach gut 42 Minuten war die HSG erneut unmittelbar dran.
Doch genau in dieser Phase gelang es dem Gastgeber, sich wieder etwas abzusetzen. Neuhausen nutzte seine Chancen konsequenter und zog auf 21:18 davon. Unsere Mannschaft stemmte sich weiter gegen die drohende Vorentscheidung, musste jedoch auch weitere Rückschläge verkraften. Eine Zeitstrafe gegen Luka Karic und die Disqualifikation von Roy James in der 52. Minute machten die Aufholjagd nicht einfacher.
Aufgeben kam für die HSG trotzdem nicht infrage. Nikola Rebus brachte mit drei Treffern in kurzer Folge noch einmal Hoffnung zurück. Beim 22:26 war die Partie weiterhin offen. Auch Lucas Limouzin traf anschließend zweimal und verkürzte auf 24:28.
Doch in den letzten Minuten fehlte der HSG die nötige Konsequenz, um das Spiel noch einmal zu drehen. Neuhausen nutzte seine Möglichkeiten und setzte sich endgültig ab. Am Ende stand eine 25:32-Niederlage auf der Anzeigetafel.
Moral stimmt – jetzt gilt der Blick nach vorne
Auch wenn zum Auftakt keine Punkte mit nach Willstätt genommen werden konnten, hat die Mannschaft gezeigt, dass sie sich nach einem schwierigen Beginn nicht hängen lässt. Gerade angesichts der personellen Situation war es wichtig, dass sich die HSG immer wieder zurück in die Partie kämpfte.
Dinko Dodig war mit acht Treffern der erfolgreichste HSG-Torschütze. Ajdin Alkic erzielte fünf Tore, Lucas Limouzin traf viermal und Nikola Rebus steuerte drei Treffer bei.
Der Saisonauftakt hat gleichzeitig gezeigt, wohin der Weg der HSG gehen soll: eigene Talente entwickeln, ihnen Verantwortung geben und gemeinsam als Mannschaft wachsen. Dass dabei gerade zu Saisonbeginn nicht alles perfekt läuft, gehört zu diesem Weg dazu.
Die ersten beiden Punkte bleiben in Neuhausen. Für die HSG heißt es nun, die Partie aufzuarbeiten, die positiven Ansätze mitzunehmen und weiter hart zu arbeiten.
Die Saison ist noch lang. Die nächsten Punkte werden kommen. Auf geht’s, HSG!







