HSG will nach dem Saisonauftakt die ersten Punkte holen
Nach der verdienten Niederlage zum Saisonauftakt beim TV Neuhausen/Erms heißt es für die HSG Willstätt-Hanauerland: Mund abputzen, weitermachen. Am Samstag um 20 Uhr steht in der Hanauerlandhalle das erste Heimspiel der neuen Regionalliga-Saison an. Zu Gast ist der Aufsteiger TSV Schmiden.
„Unsere Aufgabe lautet, zwei Punkte holen“, macht Trainer Ole Andersen vor der Partie unmissverständlich klar. Trotz der Auftaktniederlage geht der HSG-Coach zuversichtlich in die Heimspielpremiere. Ein wichtiger Grund dafür ist die Rückkehr von Lennart Cotic. Der 25-jährige Rückraumspieler, in der vergangenen Saison einer der wichtigsten Torschützen der HSG, fehlte in Neuhausen wegen einer Hochzeit in Italien und stand am Dienstag erstmals wieder mit der Mannschaft auf dem Trainingsfeld.
„Er ist ein Unterschiedsspieler. Er tut allen gut“, weiß Andersen um die Bedeutung seines Rückraumspielers.
Auch Eliot Regenery steht erstmals in einem Pflichtspiel für die HSG zur Verfügung. Der französische Linksaußen wechselte vom französischen Viertligisten Plobsheim ins Hanauerland und hat in dieser Woche die notwendige Freigabe erhalten.
Neue Sorgen auf Rechtsaußen
Während die HSG offensiv wieder mehr Möglichkeiten bekommt, gibt es auf der Rechtsaußenposition allerdings neue personelle Sorgen. Neben dem weiterhin verletzten Illia Hreblev fällt nun auch dessen Ersatzmann Lorenz Schmid aus. Der erst 18-Jährige hat sich beim Training mit der U23 am Sonntag die Hand gebrochen und wird voraussichtlich sechs bis acht Wochen fehlen.
Hreblev, der in der vergangenen Regionalliga-Saison mit 216 Treffern zweitbester Torschütze der Liga war, fehlt der HSG aufgrund eines Teilabrisses des hinteren Kreuzbandes im linken Knie bereits seit Beginn der Vorbereitung.
Die entstandene Lücke soll zunächst intern geschlossen werden. Mit Tom Karle rückt ein talentierter Linkshänder aus der A-Jugend in den Regionalligakader. Zudem sollen Illja Kosmirak und Lucas Limouzin ihre Einsatzzeiten auf Halbrechts und Rechtsaußen flexibel aufteilen.
„Wir müssen schauen, wie es geht“, sagt Andersen. Eine Neuverpflichtung auf der Rechtsaußenposition schließt der HSG-Trainer deshalb nicht grundsätzlich aus.
Aufsteiger mit ungewöhnlichem Spielstil
Mit dem TSV Schmiden erwartet die HSG eine interessante und zugleich schwer auszurechnende Mannschaft. Der Aufsteiger aus dem Fellbacher Stadtteil Schmiden setzt auf einen modernen und innovativen Handball. Trainer Richard Babjak orientiert sich dabei am Spielstil des Bundesligisten TVB Stuttgart.
Schmiden agiert häufig mit vier Rückraumspielern und ohne Kreisläufer, setzt auf hohes Tempo und verteidigt sehr offensiv und beweglich. Formationen wie 3:3 oder 3:2:1 sollen den Gegner früh unter Druck setzen.
Beim erfolgreichen Saisonauftakt bekam das der TSV Weinsberg zu spüren. Der Vorjahresfünfte musste sich vor eigenem Publikum knapp mit 25:26 geschlagen geben.
Zu den Leistungsträgern des Aufsteigers zählen Torhüter Magnus Riegel, der drittliga-erfahrene Mittelspieler Lukas Lehmkühler sowie der im Eins-gegen-Eins starke Halblinke Timo Bauer.
„Wir müssen immer mit etwas Neuem rechnen“, warnt Andersen vor dem Gegner und erwartet von seiner Mannschaft eine deutliche Steigerung gegenüber dem Auftritt in Neuhausen.
„Wir waren einfach nicht gut genug, hatten zu viele technische Fehler und haben zu oft unsere Chancen nicht verwertet“, spricht der HSG-Coach die Schwächen des Saisonauftakts offen an.
Andersen lobt Youngster Rebus
Ein positives Zeichen setzte in Neuhausen trotz der Niederlage Nicola Rebus. Der erst 18-jährige Rechtshänder kam im Rückraum zum Einsatz und erhielt dafür ein ausdrückliches Lob seines Trainers.
„Er hat zwar noch ein paar Kilo zu wenig, aber er ist ein kluger Handballer, trifft die richtigen Entscheidungen, auch im 7:6“, beschreibt Andersen seinen jungen Spieler. In acht Angriffen erzielte Rebus drei Treffer und konnte damit bereits bei seinem ersten Regionalliga-Einsatz auf sich aufmerksam machen.
Nun soll im ersten Heimspiel der Saison die Reaktion folgen. Mit mehr personellen Möglichkeiten, der Rückkehr von Lennart Cotic und den eigenen Fans im Rücken will die HSG gegen den Aufsteiger die ersten beiden Saisonpunkte einfahren.
Anwurf in der Hanauerlandhalle ist am Samstag um 20 Uhr. Wir freuen uns auf eure Unterstützung!







