Am Freitagabend wartet auf unsere HSG Willstätt-Hanauerland das erste große Ortenau-Derby der neuen Regionalliga-Saison. Um 20:30 Uhr geht es in der HTV-Arena gegen den Aufsteiger HTV Meißenheim. Nach zwei Niederlagen zum Saisonstart soll nun mit Wille, Tempo und einer geschlossenen Mannschaftsleistung die Wende gelingen.
Zwei Spiele, zwei Niederlagen – der Saisonstart unserer HSG Willstätt-Hanauerland ist sicherlich nicht so gelaufen, wie wir uns das vorgenommen hatten. Nach der 25:32-Niederlage zum Auftakt beim TV Neuhausen/Erms und dem 25:31 gegen Aufsteiger TSV Schmiden ist die Mannschaft von Trainer Ole Andersen nun umso mehr gefordert.
Und was könnte dafür besser geeignet sein als ein Derby?
Am Freitagabend um 20:30 Uhr treffen wir in der HTV-Arena in Meißenheim auf den Aufsteiger HTV Meißenheim. Die Gastgeber sind mit einem Sieg und einer Niederlage in die neue Regionalliga-Saison gestartet und haben dabei bereits gezeigt, dass sie in der neuen Spielklasse mithalten können.
Für Meißenheims Trainer Christoph Baumann ist es ohnehin ein ganz besonderes Spiel. Wann zuletzt eine Meißenheimer erste Mannschaft auf eine erste Mannschaft aus Willstätt getroffen hat, weiß selbst der 37-Jährige nicht. Entsprechend groß ist die Vorfreude im Ortenau-Derby. Der HTV rechnet mit einer vollen Halle – und wir dürfen uns auf eine entsprechend aufgeheizte Derby-Atmosphäre einstellen.
„Wille und Einstellung sind entscheidend“
Dass unsere HSG trotz des Fehlstarts als Favorit in die Partie geht, weiß auch Ole Andersen. Gleichzeitig ist ihm bewusst, dass ein Derby seine eigenen Gesetze hat.
„In einem Derby ist die Tabelle nicht wichtig, da kann alles passieren. Wille und Einstellung sind entscheidend“, sagt unser Trainer mit Blick auf Freitagabend.
Genau diese Einstellung will die Mannschaft nun auf die Platte bringen. Die beiden ersten Saisonspiele wurden analysiert, im Training wurde intensiv am Matchplan für Meißenheim gearbeitet.
„Wir brauchen mehr Tempo, das gilt auch für das Zurücklaufen. Außerdem müssen wir unsere technischen Fehler reduzieren und mehr Druck aus dem Rückraum aufbauen“, erklärt Andersen.
Gerade diese Punkte sollen am Freitag besser funktionieren. In den ersten beiden Begegnungen hat sich die HSG das Leben mit technischen Fehlern und vergebenen Chancen teilweise selbst schwer gemacht. Gegen Meißenheim wird es darauf ankommen, von Beginn an präsent zu sein und dem Gegner möglichst wenig einfache Möglichkeiten zu geben.
Alexander Velz im Blickpunkt
Besondere Aufmerksamkeit gilt dabei Alexander Velz. Der Rückraumspieler kennt die HSG noch aus seiner Zeit im Willstätter Trikot und bringt viel Erfahrung und Qualität mit.
„Er ist ein absoluter Klasse-Handballer. Er führt die Mannschaft mit seinen Würfen und Assists“, weiß Ole Andersen um die Qualitäten des Meißenheimer Spielmachers.
Gleichzeitig will die HSG nicht den Fehler machen, die Gastgeber nur auf Velz zu reduzieren. Mit Mirko Zander steht ein ehemaliger Willstätter im Tor des HTV. Dazu kommen unter anderem Linksaußen Dustin Ammel, Kreisläufer Max Zürcher und Rückkehrer Luis Ehret auf Rechtsaußen.
Meißenheim hat damit genügend Qualität im Kader, um unserer HSG das Leben schwer zu machen. Dass die Mannschaft als Aufsteiger ohne Respekt in die Saison gegangen ist, hat sie bereits gezeigt.
Personell keine Veränderungen
Auf HSG-Seite gibt es im Vergleich zum vergangenen Heimspiel keine Veränderungen. Aufgrund der Verletzungen von Illia Hreblev und Lorenz Schmid wird erneut A-Jugendspieler Tom Kahle auf der rechten Außenbahn aushelfen.
Hreblev, unser letztjähriger Haupttorschütze, fällt nach seinem Teilabriss des Kreuzbandes weiterhin langfristig aus. Schmid fehlt nach seinem Handbruch ebenfalls noch mehrere Wochen.
Umso wichtiger wird es sein, dass die Mannschaft die Ausfälle gemeinsam auffängt und jeder Spieler seinen Teil zum Derby beiträgt.
Ein Derby braucht keine Schönfärberei
Nach zwei Niederlagen geht es für unsere HSG am Freitag nicht darum, irgendetwas schönzureden. Die Mannschaft weiß, dass sie bislang hinter den eigenen Erwartungen geblieben ist. Gleichzeitig gibt es keinen Grund, den Kopf in den Sand zu stecken.
Jetzt zählt, was auf der Platte passiert.
Ole Andersen erwartet ohnehin kein ruhiges Handballspiel: „Das wird sicher kein schönes Handball-Erlebnis für die Zuschauer, eher ein hektisches und umkämpftes Spiel.“
Genau das ist es, was ein Derby ausmacht. Zweikämpfe, Emotionen, Tempo und der unbedingte Wille, jeden Ball zu gewinnen.
Am Freitagabend gilt es für unsere HSG Willstätt-Hanauerland, genau diesen Willen von der ersten Sekunde an zu zeigen. Der Knoten soll endlich platzen – und am besten gemeinsam mit unseren Fans in Meißenheim.
Anwurf ist um 20:30 Uhr in der HTV-Arena Meißenheim.







