HSG Willstätt-Hanauerland empfängt HSG Ostfildern – nach drei Niederlagen soll endlich der erste Saisonsieg her
Die ersten drei Spieltage der neuen Regionalliga-Saison sind für die HSG Willstätt-Hanauerland alles andere als nach Wunsch verlaufen. 0:6 Punkte stehen nach den Niederlagen gegen Neuhausen/Erms, Schmiden und Meißenheim zu Buche. Damit trägt die HSG aktuell die rote Laterne im Hanauerland. Doch Trübsal blasen ist keine Option. Am kommenden Sonntag um 17 Uhr soll in der Hanauerlandhalle Willstätt endlich die Wende gelingen. Zu Gast ist mit der HSG Ostfildern allerdings ein Gegner, der mit 4:2 Punkten auf dem dritten Tabellenplatz steht.
Die Gäste haben bislang einen starken Eindruck hinterlassen und mussten sich lediglich dem noch ungeschlagenen Tabellenführer TVS Baden-Baden geschlagen geben. Dabei zeigte Ostfildern große Moral und kam nach einem zwischenzeitlich deutlichen Rückstand noch einmal furios zurück. Am Ende fehlte beim 31:32 nur ein Treffer zum Punktgewinn.
Hreblev fehlt – und damit zehn Tore pro Spiel
Dass die HSG Willstätt-Hanauerland derzeit mit personellen Problemen zu kämpfen hat, ist kein Geheimnis. Besonders schwer wiegt der Ausfall von Illia Hreblev. Der Linkshänder war in der vergangenen Saison einer der wichtigsten Leistungsträger der HSG und erzielte im Schnitt rund zehn Tore pro Spiel.
Auch HSG-Damentrainer Martin Valo, der früher selbst für den TV Willstätt in der Bundesliga auf Torejagd ging, sieht darin einen wesentlichen Faktor für den schwierigen Saisonstart.
„Der HSG fehlt Illia Hreblev. Illja warf in der vergangenen Saison im Schnitt zehn Tore. Die fehlen in dieser Saison. So einen Spieler kannst du nicht 1:1 einfach so mit einem A-Jugend-Spieler ersetzen“, erklärt Valo.
Und die Situation wird zusätzlich erschwert, wenn weitere Leistungsträger nicht zur Verfügung stehen.
„Wenn dann auch noch zusätzlich ein weiterer Leistungsträger wie Dinko Dodig oder Lennart Cotic fehlt, kannst du in dieser Liga nicht gewinnen“, so Valo.
Ole Andersen: „Wir müssen ruhig bleiben“
HSG-Trainer Ole Andersen will sich von den bisherigen drei Niederlagen nicht aus der Ruhe bringen lassen. Für ihn liegt der Schlüssel am Sonntag vor allem darin, dass seine Mannschaft ihrem eigenen Spiel vertraut und über die gesamte Spielzeit konsequent bleibt.
„Wenn wir ruhig bleiben, unsere Spielzüge, die wir Tag für Tag im Training üben, von Anfang bis zum Ende konsequent ausspielen, unnötige technische Fehler minimieren und diszipliniert bleiben, dann haben wir eine gute Chance, am Sonntag erfolgreich zu sein“, ist der HSG-Coach überzeugt.
Auch Andersen weiß, dass in einem engen Regionalligaspiel oft Kleinigkeiten den Ausschlag geben können. Unter der Woche wurde deshalb intensiv daran gearbeitet, die Fehler aus den ersten drei Begegnungen abzustellen. Jetzt gilt es, das im Training Erarbeitete auch im Spiel umzusetzen. Mehr Ruhe, weniger technische Fehler, konsequente Abschlüsse und über 60 Minuten an den eigenen Plan glauben – so soll gegen Ostfildern endlich der erste Schritt aus dem Tabellenkeller gelingen.
Ostfildern kommt mit breiter Brust
Die Aufgabe wird allerdings alles andere als einfach. Die HSG Ostfildern hat bereits vier Punkte gesammelt und steht damit aktuell auf Rang drei. Besonders beeindruckend war der Auftritt gegen den Tabellenführer TVS Baden-Baden. Trotz eines zwischenzeitlich deutlichen Rückstands gab sich Ostfildern nicht geschlagen und kämpfte sich Tor um Tor zurück. Am Ende fehlte beim 31:32 nur ein Treffer zum Punktgewinn.
Für die HSG Willstätt-Hanauerland bedeutet das: Von der ersten Minute an muss die Mannschaft hellwach sein. Die Gäste werden sicherlich mit viel Selbstvertrauen ins Hanauerland kommen und versuchen, ihre bisher starke Saisonbilanz weiter auszubauen.
Doch auch die HSG hat allen Grund, mit Zuversicht in das Heimspiel zu gehen. Die Mannschaft hat die vergangenen Partien analysiert, im Training an den eigenen Abläufen gearbeitet und weiß, was am Sonntag besser werden muss.
Jetzt kommt es darauf an, diese Dinge auch auf die Platte zu bringen.
Hanauerlandhalle soll wieder zur Festung werden
Nach drei Spieltagen ist die Tabelle für die HSG sicherlich nicht der gewünschte Anblick. Umso wichtiger wäre ein Erfolgserlebnis vor heimischem Publikum. Dafür braucht es neben einer konzentrierten Leistung auf dem Spielfeld auch die Unterstützung von den Rängen.
Am Sonntag um 17 Uhr empfängt die HSG Willstätt-Hanauerland die HSG Ostfildern in der Hanauerlandhalle Willstätt.
Die Mannschaft will endlich die ersten Punkte der Saison einfahren. Dafür braucht sie jeden Fan, jede Stimme und jede Unterstützung von der ersten bis zur letzten Minute.
Gemeinsam kämpfen. Gemeinsam alles geben. Gemeinsam für die ersten Punkte.







