32:24 gegen die HSG Ostfildern – HSG Willstätt-Hanauerland zeigt vor heimischer Kulisse die richtige Reaktion
Endlich ist der Knoten zumindest bei den Punkten geplatzt! Die HSG Willstätt-Hanauerland hat am Sonntagnachmittag in der Hanauerlandhalle den ersten Saisonsieg eingefahren. Gegen die HSG Ostfildern setzte sich unsere Mannschaft verdient mit 32:24 (17:12) durch und belohnte sich damit für eine über weite Strecken starke Vorstellung.
Nach dem schwierigen Saisonstart mit drei Niederlagen in Folge war von Beginn an zu spüren, dass unsere Jungs diesmal unbedingt etwas Zählbares holen wollten. Und die HSG erwischte einen Start nach Maß.
HSG legt los wie die Feuerwehr
Moritz Schade eröffnete die Partie mit zwei Treffern, anschließend erhöhte Dinko Dodig auf 3:0. Ostfildern kam zwar auf 3:2 heran, doch unsere Mannschaft ließ sich davon nicht beeindrucken.
Ajdin Alkic, Lennart Cotic und Ilja Kosmirak sorgten dafür, dass die HSG den Vorsprung wieder ausbaute. Beim 6:3 lag unsere Mannschaft erstmals mit drei Toren vorne.
Doch Ostfildern blieb dran. Über 6:5 und 7:7 kamen die Gäste wieder heran und schafften beim 8:8 sogar den Ausgleich. Genau in dieser Phase bewies die HSG aber, dass sie diesmal unbedingt die Kontrolle behalten wollte.
Dinko Dodig brachte uns erneut in Führung, Lucas Limouzin legte nach und Ajdin Alkic erhöhte auf 11:8. Kurz darauf traf Roy James zum 12:9.
Die HSG hatte das Spiel wieder im Griff.
Cotic übernimmt Verantwortung
Ostfildern versuchte weiter, den Anschluss zu halten. Nach dem 12:11 wurde es noch einmal eng, doch dann übernahm Lennart Cotic Verantwortung.
Zunächst traf unser Topscorer zum 13:11, anschließend verwandelte er einen Siebenmeter sicher zum 14:11. Nach einem weiteren Cotic-Treffer stand es 15:11.
Moritz Schade legte zum 16:12 nach, ehe Cotic mit seinem vierten Treffer in dieser Phase für den 17:12-Halbzeitstand sorgte.
Fünf Tore Vorsprung zur Pause – eine gute Ausgangslage, aber noch lange kein Grund, sich zurückzulehnen.
Zweite Halbzeit gehört der HSG – Zölle vernagelt das Tor
Ostfildern kam nach der Pause zunächst noch einmal auf 17:13 heran. Doch dann schlug die HSG zurück.
Lennart Cotic verwandelte einen weiteren Siebenmeter, Ajdin Alkic erhöhte auf 19:13 und Moritz Schade legte zum 20:14 nach.
Und hinten?
Da stand nun ein Mann, der in dieser zweiten Halbzeit über sich hinauswuchs: Gunter Zölle.
Unser Torhüter erwischte einen überragenden zweiten Durchgang und entschärfte eine Chance nach der anderen. 17 Paraden in der zweiten Halbzeit sprechen eine deutliche Sprache. Immer wieder war Zölle zur Stelle, wenn Ostfildern gefährlich wurde, und gab seiner Mannschaft damit den entscheidenden Rückhalt.
Die HSG konnte sich dadurch immer weiter absetzen. Nach dem 21:16 sorgten Schade und Cotic für die nächsten Treffer, anschließend traf Cotic erneut und stellte auf 24:18.
Ostfildern versuchte noch einmal zu reagieren, doch die HSG hatte nun die Partie fest im Griff.
HSG lässt nichts mehr anbrennen
Auch in der Schlussphase blieb unsere Mannschaft konzentriert. Ajdin Alkic übernahm Verantwortung und traf gleich mehrfach. Über 25:19, 26:20 und 27:20 wuchs der Vorsprung weiter an.
Moritz Schade erzielte das 28:21, anschließend trafen erneut Schade und Luka Karic. Dinko Dodig stellte auf 31:22.
Ostfildern konnte in den letzten Minuten noch einmal verkürzen, doch die HSG ließ sich den Sieg nicht mehr nehmen. Eliot Regenery setzte mit seinem Treffer zum 32:24 den Schlusspunkt.
Dann war es geschafft.
Erster Saisonsieg. Zwei Punkte. Und vor allem eine Mannschaft, die gezeigt hat, dass sie kämpfen kann.
„Nein, der Knoten ist noch nicht geplatzt“
Nach dem Spiel wurde HSG-Trainer Ole Andersen gefragt, ob nun endlich der Knoten geplatzt sei.
Seine Antwort war typisch Ole: „Nein, wir haben heute zwei Punkte gewonnen.“
Der Trainer sah vor allem die starke Abwehrleistung und den überragenden Gunter Zölle als entscheidende Faktoren für den Erfolg.
Gleichzeitig weiß Andersen, dass noch Arbeit vor der Mannschaft liegt. Im Angriff gab es erneut eine Phase von rund zehn bis zwölf Minuten, mit der der HSG-Coach überhaupt nicht zufrieden war.
„Wenn wir diese Phase auch noch konzentriert runterspielen, dann sind wir da, wo wir hinwollen“, blickt Andersen bereits auf die kommenden Aufgaben.
Und genau das macht Mut. Die ersten beiden Punkte sind eingefahren. Die Mannschaft hat Moral gezeigt, defensiv eine starke Leistung abgerufen und mit Gunter Zölle einen überragenden Rückhalt zwischen den Pfosten gehabt.
Jetzt gilt es, darauf aufzubauen.
Der erste Schritt ist gemacht. Jetzt heißt es: weiterarbeiten, weiterkämpfen und gemeinsam weiter nach vorne!
Torschützen:
HSG Willstätt-Hanauerland: Moritz Schade 8, Lennart Cotic 8, Ajdin Alkic 7, Dinko Dodig 4, Ilja Kosmirak 1, Luka Karic 1, Lucas Limouzin 1, Roy James 1, Eliot Regenery 1.
HSG Ostfildern: Tim Bauer 6, Oliver Sudar 4, Ben van der Mei 3, Florian Abele 3, Lukas Aichele 2, Jon Gehrung 2, Mika Fahrion 2, Tim Küstner 1, Niklas Gatzweiler 1.







